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Die Anleitung ist besser als erwartet

Doch schließlich wollen wir den Gravierer in Betrieb nehmen. Wir werfen einen Blick in die beiliegende englischsprachige Anleitung. Das Englisch ist nicht das beste, aber auch keine reine Google-Übersetzung. Die Seite mit den Sicherheitshinweisen enthält auch den Verweis auf die Einhaltung der CE-Zertifizierung.

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Vor dem Verbinden mit dem PC installieren wir den erforderlichen USB-Treiber von der beiliegenden Mikro-SD-Karte. Die zugehörige Brennsoftware muss nicht installiert werden, es reicht, sie auf die Festplatte zu kopieren. Überraschenderweise gibt es das Programm auch auf Deutsch, auch hier ist die Übersetzungsqualität in Ordnung.

Die Stromversorgung erfolgt über einen USB-A-Client-Anschluss, das notwendige Kabel für die Verbindung mit einem PC oder einem USB-Netzteil liegt bei. Das gilt auch für die Datenleitung. Dafür wird das Gerät per USB-B-Anschluss mit einem PC verbunden.

Kreischender Start

Schließlich verbinden wir das Datenkabel und das Gerät legt los: Wir erschrecken erst einmal und denken an eine Fehlfunktion. Die Schrittmotoren starten selbstständig und fahren jeweils die komplette Achse ab, bis es nicht mehr weitergeht - diesen Punkt signalisiert der Motor mit einem lauten Kreischen. Uns fällt auf, was wir bislang unbewusst vermisst haben: Auf keiner Achse gibt es Endstopschalter. Stattdessen scheint die Firmware des Gravierers die maximalen Fahrwege über den Strombedarf des Schrittmotors zu erkennen. Das dürfte sich langfristig negativ auf die Lebenszeit des Motors auswirken.

Wir legen ein Stück Karton auf die rote, 5 x 5 cm kleine Acryl-Arbeitsfläche des Geräts. Fixiert wird es mit zwei Gummibändern. Das wirkt zwar hemdsärmelig und ist etwas fummelig, funktioniert in der Praxis aber erstaunlich gut. Der Nachteil dieser Lösung wird aber deutlich, sobald wir beginnen, mit Holz zu experimentieren: Raue Oberflächen beschädigen mit der Zeit zwangsläufig die Gummibänder.

Brennen per Copy & Paste

Die Brennsoftware ist ein recht einfaches Windows-Programm. Wir können ein Bitmap-Bild per Drag & Drop importieren, das in eine 500 x 500 Pixel große Schwarz-Weiß-Darstellung umgewandelt wird. Jeder schwarze Pixel entspricht einem Punkt, der graviert werden soll. Das umgewandelte Bild müssen wir per Klick auf einen Button auf das Gerät laden. Ein weiterer Buttonklick startet den Brennvorgang. Ein näheres Studium der Anleitung informiert uns, dass wir alternativ auch den roten Knopf auf dem Gerät selbst betätigen können, um den Brennvorgang zu starten und abzubrechen. Es handelt sich nicht um einen reinen Notfall-Aus-Knopf, wie wir ursprünglich erwartet hatten.

  • Neje DK-8-KZ (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Mechanik entstammt DVD-Laufwerken. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Das Gehäuse ist nach allen Seiten offen. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Unorthodoxe Befestigung des Laserelements (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die einzige Elektronikplatine ist sehr einfach und sauber gearbeitet. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die sogenannte Fokussierbrille flößt wenig Vertrauen ein. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Software ist intuitiv zu bedienen, bietet aber kaum Einflussmöglichkeiten. (Bild: Alexander Merz)
  • Der Lasergravierer in Aktion (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Brenndauer ist der einzige beeinflussbare Parameter. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Diverse Materialien können verarbeitet werden. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Neje DK-8-KZ (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
Die Software ist intuitiv zu bedienen, bietet aber kaum Einflussmöglichkeiten. (Bild: Alexander Merz)


Sonnenbrille ist uncool

Doch bevor wir loslegen, sollen wir laut Anleitung den Laser fokussieren. Dazu müssen wir die sogenannte Fokussierbrille aufsetzen und solange am Fokusring des Lasers drehen, bis der leicht sichtbare Laserpunkt einen minimalen Durchmesser aufweist. Schon beim Auspacken hat uns diese Brille eher ein schlechtes Gefühl vermittelt. Sie wirkt wie eine sehr billige Plastiksonnenbrille. Und der Eindruck bestätigt sich beim ersten Aufsetzen, ein Bügel springt dabei aus seiner Fassung. Wir setzen ihn wieder ein, nehmen die Fokussierung vor, entscheiden uns aber im weiteren Verlauf, während des Betriebes besser eine echte Laserschutzbrille aufzusetzen.

Der Brennvorgang geht los. Die Maschine arbeitet durchaus flott und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Allerdings erinnert uns unsere Nase daran, dass die Anleitung kein Wort zum Thema Lüftung verloren hat - genauso wie an den Hinweis, dass ein Feuerlöscher bei einem Lasergerät immer griffbereit sein sollte.

Auch schneiden klappt

Wir testen weitere Materialien und variieren auch die Brenndauer durch die Software; weitere Einstellmöglichkeiten fehlen. Die meisten Holz- und Kartonmaterialien können wir gravieren, Papier, dünnes Balsaholz und Moosgummi lassen sich aber auch schneiden. Leider zieht der Laser dabei auch die Acyrlarbeitsauflage in Mitleidenschaft. Wir behelfen uns mit einer dünnen Hartholzunterlage, um weitere Schäden zu vermeiden. Ein brennbares Material dafür zu nehmen, bereitet uns aber einige Sorgen.

Leider gibt der Hersteller keinerlei Informationen dazu, für welches Material welche Brenndauer sinnvoll ist.

 Neje DK-8-KZ im Test: Haltet die Sicherheitsbrille griffbereit!Software so offen wie das Gerät? 
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Bret 02. Nov 2017

Verzweifle fasst an meinem Neje DK-BL ... Habe den Neje am Windows 7 (64-bit...

Koraun 25. Dez 2016

Ich habe auch ein solches Gerät hier stehen. Zwar ist das Gehäuse etwas "leichter" aber...

Niaxa 18. Okt 2016

Lasergeräte müssen einer Klasse (1-4) nach DIN EN 60825-1 zugeord- net und entsprechend...

Niaxa 18. Okt 2016

Und was hast du sonst noch für Ängste? Also sorry....

Marvin99 18. Okt 2016

Vielen Dank! :)


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