• IT-Karriere:
  • Services:

Nein zu No Billag: Schweizer Künstler wollen Rundfunkgebühr retten

Künstler in der Schweiz sehen mit dem Ende der Rundfunkgebühr ihre Beschäftigung und die kulturelle Vielfalt gefährdet. Auch der Schweizer Blasmusikverband ruft zum Widerstand auf. Und die Führung von No Billag steht politisch weit rechts.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Initiative für die Schweizer Rundfunkgebühr
Die Initiative für die Schweizer Rundfunkgebühr (Bild: no-culture)

Schweizer Künstler fürchten um ihre Einnahmen durch den öffentlichen Rundfunk des Landes und wollen eine Abschaffung der Rundfunkgebühren durch eine Volksabstimmung am 4. März verhindern. Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) ist der öffentliche Rundfunk des Landes, die Billag AG kassiert die Gebühr.

Stellenmarkt
  1. Stadt Ingolstadt, Ingolstadt
  2. EDAG Engineering GmbH, Mönsheim

Aktuell liegt der Rundfunkbeitrag in der Schweiz bei 451 Franken (385 Euro) im Jahr. Damit nimmt die SRG jährlich Gebühren in Höhe von mehr als 1,2 Milliarden Franken (1,02 Milliarden Euro) ein.

Die Gegner der Initiative argumentieren, die Abschaffung des SRG stelle die kulturelle Vielfalt von Volksmusik, Klassik, Jazz oder Rock in Frage. Für die Film- und Dokumentarfilmproduktion in der Schweiz sei die SRG eine existenziell wichtige Partnerin. Für Sprachminderheiten in kleinen Märkten des Landes sei es nicht mehr möglich, konkurrenzfähige Programme zu produzieren. Für die Rundfunkgebühr treten Musiker, Schauspieler, Autoren, literarische Übersetzer, Filmschaffende, Kabarettisten und Tänzer ein.

Personalproblem in der Führung von No Billag

Das No-Billag-Initiativkomitee argumentiert mit der Freiheit des Einzelnen und der Unternehmen gegen Zwangsgebühren. Wer weiterhin für Radio und TV von der SRG Geld ausgeben möchte, könne dies auch nach Annahme der No-Billag-Initiative tun. Die No-Billag-Initiative fordere nicht die Abschaffung der SRG. Ihre Einnahmen könnte die SRG künftig durch Werbung und den Verkauf von TV-Abos erzielen.

Im Dezember 2015 hatte die Initiative "Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren" 112.191 gültige Unterschriften eingereicht.

Einer der führenden Köpfe hinter der Bürgerbewegung, die die Billag abschaffen will, ist Olivier Kessler, der Chefredakteur der rechten Schweizerzeit war. Ihm folgen laut NZZ (Neue Zürcher Zeitung) libertäre und rechtskonservative Jungpolitiker. Kessler war laut einem Medienbericht als Gymnasialschüler Webmaster eines Onlineforums, in dem rassistische Äußerungen geteilt wurden. Damit fürchten Gegner der Rundfunkgebühr, eine Initiative von Rechten zu unterstützen, auch wenn sie die Zwangsabgabe für die SRG aus anderen Gründen als Kessler ablehnen.

Sogar die radikal-linke Marxistische-Leninistische Gruppe Schweiz ist gegen die Abschaffung der Rundfunkgebühr. "Wir lehnen die No-Billag-Initiative ab, da sie einen weiteren Abbau der bürgerlich demokratischen Rechte bedeuten würde. Internationale und nationale Medienkonzerne lauern darauf, die SRG zu privatisieren. Ein Markt, der großen Profit verspricht, auf Kosten von 7.000 Arbeitsplätzen, die Bevölkerung wird zukünftig mehr bezahlen. Kleine fortschrittliche Radiostationen, die ebenfalls von den Billag-Gebühren mitfinanziert werden, wären in Gefahr", sagte eine Sprecherin der Gruppe Golem.de. Auch wenn das Schweizer Radio und Fernsehen wesentlich dazu beitrügen, die bestehenden Besitzverhältnisse zu erhalten, wäre dies doch eine neue Qualität.

Nachtrag vom 5. März 2018, 15:56 Uhr

Die Initiative No Billag ist am 4. März 2018 in der Schweiz gescheitert. Laut dem Endergebnis stimmten 71,6 Prozent und sämtlichen Kantone dagegen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. mit täglich neuem Logitech-Angebot
  2. 79€ (Bestpreis!)
  3. 79€ (Bestpreis!)
  4. (u. a. 65UM7100PLA für 689€, 49SM8500PLA für 549€ und 75SM8610PLA Nanocell für 1.739€)

freebyte 05. Mär 2018

https://de.wikipedia.org/wiki/ARD-alpha https://de.wikipedia.org/wiki/Telekolleg https...

DragonHunter 05. Mär 2018

Wie willst du so eine Fragestellung sinnvoll in eine Volksabstimmung einbringen...

ikso 05. Mär 2018

Um genau zu sein sind es VIER Sprachen die man bedienen muss!

SJ 13. Jan 2018

Wenn man keine Argumente hat, macht man halt ad hominem :) besten Dank

plutoniumsulfat 12. Jan 2018

Jetzt wissen wir aber gar nicht, ob das Brot, was wir kaufen wollen, auch gesund ist.


Folgen Sie uns
       


Macbook Pro 16 Zoll - Test

Das Macbook Pro 16 stellt sich in unserem Test als eine echte Verbesserung dar. Das liegt auch daran, dass Apple einen Schritt zurückgeht, das Butterfly-Keyboard fallenlässt und die physische Escape-Taste zurückbringt.

Macbook Pro 16 Zoll - Test Video aufrufen
Weltraumsimulation: Die Star-Citizen-Euphorie ist ansteckend
Weltraumsimulation
Die Star-Citizen-Euphorie ist ansteckend

Jubelnde Massen, ehrliche Entwickler und ein 30 Kilogramm schweres Modell des Javelin-Zerstörers: Die Citizencon 2949 hat gezeigt, wie sehr die Community ihr Star Citizen liebt. Auf der anderen Seite reden Entwickler Klartext, statt Marketing-Floskeln zum Besten zu geben. Das steckt an.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Theatres of War angespielt Star Citizen wird zu Battlefield mit Raumschiffen
  2. Star Citizen Mit der Carrack ins neue Sonnensystem
  3. Star Citizen Squadron 42 wird noch einmal verschoben

Arbeitsklima: Schlangengrube Razer
Arbeitsklima
Schlangengrube Razer

Der Gaming-Zubehörspezialist Razer pflegt ein besonders cooles Image - aber Firmengründer und Chef Tan Min-Liang soll ein von Sexismus und Rassismus geprägtes Arbeitsklima geschaffen haben. Nach Informationen von Golem.de werden Frauen auch in Europa systematisch benachteiligt.
Ein Bericht von Peter Steinlechner

  1. Razer Blade Stealth 13 im Test Sieg auf ganzer Linie
  2. Naga Left-Handed Edition Razer will seine Linkshändermaus wieder anbieten
  3. Junglecat Razer-Controller macht das Smartphone zur Switch

Medizin: Updateprozess bei Ärztesoftware Quincy war ungeschützt
Medizin
Updateprozess bei Ärztesoftware Quincy war ungeschützt

In einer Software für Arztpraxen ist der Updateprozess ungeschützt über eine Rsync-Verbindung erfolgt. Der Hersteller der Software versucht, Berichterstattung darüber zu verhindern.
Ein Bericht von Hanno Böck

  1. Tracking TK arbeitet nicht mehr mit Ada zusammen
  2. Projekt Nightingale Google wertet Daten von Millionen US-Patienten aus
  3. Digitale Versorgung Ärzte dürfen Apps verschreiben

    •  /