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Neil Young: Godfather of Grunge will nicht mehr streamen

Die Klangqualität ist ihm zu schlecht: Der Rockmusiker Neil Young will sein Werk aus den Katalogen von Spotify , Apple Music und anderen Streaming -Anbietern entfernen lassen. Mit der Erlössituation habe die Entscheidung nichts zu tun.
/ Peter Steinlechner
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Neil Young bei einem Konzert im Juli 2014 (Bild: Tristan Fewings/Getty Images)
Neil Young bei einem Konzert im Juli 2014 Bild: Tristan Fewings/Getty Images

"Ich kann es nicht ertragen, dass meine Musik von der schlechtesten Qualität in der Rundfunkgeschichte entwertet wird" : So begründet der Musiker Neil Young auf Facebook(öffnet im neuen Fenster) seinen Rückzug aus Spotify, Apple Music und den weiteren Streaming-Diensten. Mit Geld habe seine Entscheidung ausdrücklich nichts zu tun, schreibt Young weiter – obwohl sein "Anteil (wie bei allen anderen Künstlern) durch schlechte Deals, die ohne meine Zustimmung abgeschlossen wurden, dramatisch gesunken ist."

Pono Music – High-End-Audioplayer für unterwegs
Pono Music – High-End-Audioplayer für unterwegs (11:47)

Noch ist die Musik des "Godfather of Grunge", wie Young von einigen seiner Fans genannt wird, in den Streaming-Diensten zu finden, inklusive seines erst vor wenigen Wochen veröffentlichten Studioalbums The Monsanto Years.

Wenn sich die Audioqualität der Streaming-Anbieter verbessern sollte, will Young seine Entscheidung möglicherweise revidieren. Derzeit will er sein Werk offenbar auch nicht über den Anbieter Tidal offerieren, der wahlweise in CD-Qualität (FLAC-basierte 16-Bit mit 44.1kHz) streamt.

Young ist dafür bekannt, dass ihm die Klangqualität wichtig ist. 2014 hatte der Musiker über Kickstarter rund 6,2 Millionen US-Dollar für einen Highend-Audioplayer namens Pono gesammelt, der inzwischen auch im Handel erhältlich ist.

Bei den Fans kommt die Entscheidung von Young übrigens nicht sonderlich gut an: In vielen Kommentaren unter der Bekanntgabe auf Facebook ist etwa zu lesen, dass Spotify und Co ja nur unterwegs genutzt würden, und da sei die Qualität völlig ausreichend. Außerdem würde Streaming immer noch besser klingen als viele Radioübertragungen.


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