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Neelie Kroes: EU will Firmen zur Meldung von IT-Angriffen verpflichten

Abschreckende Strafen sollen künftig Unternehmen drohen, die Kundendaten nicht ausreichend sichern und IT-Angriffe nicht öffentlich machen.

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Neelie Kroes: EU will Firmen zur Meldung von IT-Angriffen verpflichten
(Bild: Kacper Pempel/Reuters)

EU-Kommissarin Neelie Kroes wird am 18. Januar 2013 einen Plan für eine Richtlinie vorlegen, nach der Unternehmen IT-Angriffe und den Verlust von Kundendaten melden müssen. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf ein internes Dokument. Bei Nichtbeachtung soll es Sanktionen und Strafen geben.

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Laut den Planungen sollen "Internet Service Provider, E-Commerce-Plattformen, Zahlungsabwickler, soziale Netzwerke, Suchmaschinen, Cloud-Betreiber und App-Anbieter" neben anderen Unternehmen von der EU-Richtlinie betroffen sein. Die EU-Mitgliedstaaten müssen Gesetze einführen, die Strafen vorsehen, die "angemessen, wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sind", heißt es in dem Plan.

"Cybersecurity ist zu wichtig, um sie dem Zufall zu überlassen und auf den guten Willen der einzelnen Unternehmen zu vertrauen", sagte Kroes. "Sicherheitsprobleme in Netzwerken können jeden betreffen, weshalb es eindeutig ein öffentliches Interesse gibt."

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) kritisierte Unternehmen für die Vernachlässigung der IT-Sicherheit, durch die viele Angriffe erst möglich werden. Aigner sagte am 10. Dezember 2012: "Die Unternehmen tragen Verantwortung für eine sichere Informationstechnik und dürfen hier nicht an der falschen Stelle sparen.". Von Mai bis Juli 2012 waren über 370.000 Internetnutzer von einem Angriff auf ihre privaten Daten betroffen. Kriminelle entwendeten in diesem Zeitraum über 100.000 Zugangsdaten für den Onlineeinkauf, fast 49.000 E-Mail-Konten wurden gehackt, wie Aigner unter Berufung auf Erhebungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des IT-Branchenverbandes Bitkom berichtete.

Aigner forderte effektivere Schutzvorrichtungen und Offenheit. "Wir brauchen vor allem Offenheit und Ehrlichkeit, wenn ein Hackerangriff Erfolg gehabt hat und es zu Datenverlusten gekommen ist", betonte die Ministerin. Es sei nicht akzeptabel, wenn ein Unternehmen seine Kunden und die Öffentlichkeit erst verspätet oder nur scheibchenweise über Datenlecks informiere. Sie begrüßte die Initiative von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), der eine Meldepflicht für Unternehmen einführen will, die Opfer einer Hackerattacke geworden sind.



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fratze123 17. Jan 2013

Wenn man nur erfolgreiche Angriffe meint, sollte man das auch von Anfang an deutlich...

dEEkAy 17. Jan 2013

Mich würde es brennend Interessieren welche Firmen/Gamesites/Sonstige Sites bereits meine...


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