Verfügbarkeit und Fazit

Die Rennen sind von diesem leider großen Problem abgesehen sehr spaßig. Es gibt praktisch keinen Gummibandeffekt, sprich: Wenn ein KI-Fahrer einen großen Vorsprung herausgefahren hat, wartet er nicht unsichtbar hinter der nächsten Kurve auf uns, damit das Rennen spannend bleibt, sondern drückt weiter aufs virtuelle Gaspadal.

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Umgekehrt können aber auch wir einen riesigen Vorsprung herausfahren. So unbeliebt der Gummibandeffekt auch ist: In Heat haben wir ihn öfters mal vermisst - ernsthaft! Zumindest ein bisschen ...

Übrigens ist es uns erstaunlich oft gelungen, in der letzten der üblichen zwei bis vier Runden vom hintersten auf den ersten Platz zu sausen. Uns macht das in dieser Häufung misstrauisch und wir fragen uns, ob die KI uns da heimlich mit Erfolgserlebnissen belohnen will. Wenn, dann macht sie das so gut, dass wir davon - abgesehen vom Ergebnis natürlich - nichts mitbekommen haben.

Das Fahrgefühl geht für unseren Eindruck sehr in Ordnung. Vor allem der Temporausch kommt extrem authentisch über den Bildschirm: So rasant wie in Heat sind wir schon lange durch kein Rennspiel mehr gebrettert. Die Steuerung der ersten von insgesamt 127 Autos kam uns ein bisschen schwammig vor, mit teureren Vehikeln bessert sich das aber.

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Heat ist aber ein Arcade-Racer, der nicht wirklich glaubwürdig sein will. Eine Cockpitansicht gibt es nicht, alle Autos liegen eher schwer auf der Straße. Schäden spielen keine Rolle: Erst wenn wir dutzendfach frontal in andere Vehikel gedonnert sind, kann es passieren, dass unsere Karre explodiert.

Die Grafik von Heat basieriert auf der Frostbite-Engine. Stellenweise wirkt die Farbgebung bei Tag etwas künstlich, dafür gibt es aber auch tolle Wettereffekte. Wenn die Sonne nach einem Regenschauer aufgeht, sich in den Pfützen spielt und blendet, sieht das toll aus. Auch die Nachtrennen mit ihren vielen intensiven Farben finden wir gelungen. Wackler bei der Bildrate haben wir nicht festgestellt, unsere Version für Playstation 4 Pro lief äußerst stabil.

  • Heat bietet immer wieder sehr sehenswerte Wettereffekte. (Bild: EA/Screenshot: Golem.de)
  • Der Polizeichef von Palm City warnt vor illegalen Straßenrennen. (Bild: EA/Screenshot: Golem.de)
  • Tuning ist eines der wichtigsten und besten Elemente von Heat. (Bild: EA/Screenshot: Golem.de)
  • Da haben uns die Cops erwischt ... (Bild: EA/Screenshot: Golem.de)
  • Auch in den Außengebieten der Stadt gibt es sehenswerte Elemente. (Bild: EA/Screenshot: Golem.de)
  • Mit unserer alten Gurke sind wir auf den ersten Platz gefahren. (Bild: EA/Screenshot: Golem.de)
  • Im Nachtmodus ist die Karte rot-lila eingefärbt. (Bild: EA/Screenshot: Golem.de)
  • Über diesen Bildschirm erfolgt der Wechsel zwischen Tag und Nacht. (Bild: EA/Screenshot: Golem.de)
  • Die Figuren in der Handlung sind erträglich, trotzdem ist die Story eine Fehlzündung. (Bild: EA/Screenshot: Golem.de)
  • Die Belegung des Gamepad wirkt durchdacht. (Bild: EA/Screenshot: Golem.de)
Auch in den Außengebieten der Stadt gibt es sehenswerte Elemente. (Bild: EA/Screenshot: Golem.de)

Ein Extralob verdient der Soundtrack: Die rund 60 Tracks bieten mit ihrer Mischung aus lateinamerikanisch angehauchtem Hiphop, Pop und EDM die unserer Auffassung nach mit Abstand beste Musik in einem Rennspiel seit Langem.

Need for Speed Heat ist für Windows-PC (rund 60 Euro) sowie für Xbox One und Playstation 4 (rund 70 Euro) erhältlich. Das vollständig lokalisierte Programm bietet neben der offline verfügbaren Kampagne einen Onlinemodus mit Wettrennen gegen andere Spieler. Es gibt keinerlei Mikrotransaktionen, Lootboxen oder ähnliche kostenpflichtige Inhalte. Von der USK hat der Titel eine Freigabe ab 12 Jahre bekommen.

Fazit

Schön, dass wir das mal wieder erleben dürfen: Ein Need for Speed, das uns mit jeder zusätzlichen Spielstunde mehr Spaß macht! Vor allem die Rennen bei Nacht finden wir super - es ist lange her, dass Verfolgungsjagden und Siegeswillen in einem Rennspiel bei uns den Adrenalinspiegel so in die Höhe getrieben haben. Auch Elemente wie das Tuning und der Aufbau der Kampagne gefallen uns sehr, obwohl die Story ziemlicher Mist ist. Uns erscheint aber die Verzahnung von Rennen, offener Welt und Zwischensequenzen viel natürlicher als etwa in Forza Horizon - das insgesamt dennoch das bessere Spiel ist.

In Heat stören uns auf Dauer am meisten die je nach Stufe entweder zu einfachen oder zu herausfordernden Rennen. In der Praxis führt das dazu, dass man für höhere Wettbewerbe ziemlich oft eigentlich zu simple Rennen mehrfach wiederholt, um Punkte oder Geld für bessere Autos zu verdienen. Auch die teils langen Fahrten in der offenen Welt sind langfristig ziemlich eintönig.

Unterm Strich, und insbesondere unter zusätzlicher Berücksichtigung der in Bewegung wirklich schönen Grafik und des wunderbaren Soundtracks, finden wir Heat dennoch gelungen. Dieses Need for Speed bleibt ein paar Tage und Nächte länger auf unserer Festplatte!

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 Need for Speed Heat im Test: Temporausch bei Tag und Nacht
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Andi K. 12. Nov 2019

?????? Hast du beide überhaupt gespielt? Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Das...

ToyoMr2 12. Nov 2019

Also ich finde man benutzt ja ein Lenkrad meist für den Spaß am Realismus. Bei einem...

Andi K. 11. Nov 2019

Ich merke keinen. Bei Rundkursen überholen ich gerne Mal den 8 & 7ten Platz. Wenn man...

Arsenal 11. Nov 2019

Puh, ich dache schon ich bin der einzige der sich an das allererste Need for Speed...

amlor 11. Nov 2019

Wie sieht es mit diesem Feature aus? Arcade hin oder her, nachdem ich das erster mal ein...



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