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Need for Speed angespielt: Rennspiel-Reboot für Tuner und Autoliebhaber

Entwickler Ghost Games will mit dem neuen Need for Speed das Flair der alten Underground-Titel zurückbringen - mit Hilfe vielfältiger Tuning-Optionen, Live-Filmsequenzen und Ken Block. Golem.de hat das Rennspiel beim Studiobesuch in Göteborg angespielt.

Artikel von Benedikt Plass-Fleßenkämper und Benjamin Kratsch veröffentlicht am
Need for Speed
Need for Speed (Bild: (Bild: Electronic Arts))

Das neue Need for Speed erinnert uns bei unserer fünfstündigen Anspielsession beim schwedischen Entwickler Ghost Games sofort an den Serienteil Underground: Aufwendig gerenderte Spiegelungen im Asphalt, die durch prasselnden Regen noch verstärkt werden, Bokeh-Tiefenschärfe und HDR-Effekte auf LED-Bandenwerbung für Burgerläden lassen an den Rennspielklassiker aus dem Jahr 2003 denken. Dank Frostbite-Engine 3 erstrahlt Need for Speed jedoch in zeitgemäßer Optik. In Göteborg war die PS4-Version spielbar, die ruckelfrei mit 30 Bildern pro Sekunde läuft. Die PC-Fassung wurde kürzlich auf das Jahr 2016 verschoben, weil Ghost Games den ursprünglich geplanten Framerate-Lock aufheben will und mehr Zeit für die Optimierung der Engine benötigt.

Inhalt:
  1. Need for Speed angespielt: Rennspiel-Reboot für Tuner und Autoliebhaber
  2. Weniger Fast & Furious, mehr Schmutz und Schlosserhose

Spielerisch orientiert sich Need for Speed ebenfalls am Underground-Vorgänger und setzt auf einen Arcade-Ansatz. Allerdings fühlt sich das Rennspiel etwas nuancierter als früher an, geht damit etwas mehr in Richtung Simulation. Man spürt etwa am Auto, ob Fahrwerk und Reifen auf Drift oder Grip eingestellt sind. Dies geschieht anhand eines Reglers, der sich in jeweils drei Stufen nach links oder rechts schieben lässt. Doch das ist nur die grobe Basis für die Feinjustierung - wer sich besser mit der Materie auskennt, der passt den Reifendruck individuell an und widmet sich den üppigen Tuning-Optionen. Mehr PS wollen entsprechend gekühlt werden und verlangen nach besseren Luftfiltern, auch ECU-Chiptuning und unterschiedliche Turbolader gibt es. Letztere komprimieren die Luft, die in den Motor eingesaugt wird. Je mehr Luft in den Zylinder gelangt, desto mehr Benzin kann er ziehen.

"Wir dringen tief in die Autokultur ein", erklärt Executive Producer Marcus Nilsson (https://twitter.com/marcusnilsson) im Gespräch. "Je nach Tuning verändert sich auch der Sound des Motors rapide. Sie können einen 1972er Volvo 242 nehmen, 50.000 Dollar reinstecken (die Spielwährung, Anm. d. Red.), und er brüllt wie ein Mustang."

Wir haben das vor Ort selbst ausprobiert - und in der Tat, der Motorsound eines Porsche 911 lässt sich massiv modifizieren. Die Zuffenhausener klingen ja sonst immer ein wenig brav, können mit ein bisschen Tuning hier und da aber auch ihre Kraft herausbrüllen.

Die Story: Echtzeit-Compositing in Netflix-Qualität

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Das auf der Gamescom 2015 angekündigte Echtzeit-Compositing funktioniert in der Vorab-Version bereits sehr gut. Dabei werden für den Story-Modus, der in der frei befahrbaren und in der an eine Mischung aus Los Angeles und San Francisco erinnernden Stadt Ventura Bay angesiedelt ist, animierte Rendermodelle in Echtzeit-Videosequenzen eingebaut. Die Filmsequenzen befinden sich qualitativ durchaus auf dem Niveau von Streamingdiensten wie Netflix, und auch die Schauspielerinnen und Schauspieler machen ihren Job gut.

  • Marcus Nilsson verantwortet als Executive Producer und Studiochef von Ghost Games die Entwicklung von Need for Speed. (Bild: Medienagentur plassma)
  • Schneidet der Spieler Kurven oder zischt knapp am Gegenverkehr vorbei, wechselt das Spiel in eine dramatische Hängekamera. Diese Option lässt sich aber auch deaktivieren. (Bild: Electronic Arts)
  • Wer wenig Lust auf optisches Tuning hat, kauft fertige Designkits. Autoliebhaber können im neuen Need for Speed aber Stunden zubringen, denn die Aufmotz-Optionen sind wirklich vielfältig. (Bild: Electronic Arts)
  • Im Fuhrpark befinden sich zwar auch Lamborghinis und Porsches, im Fokus von Need for Speed stehen aber japanische Driftschleudern und amerikanische Muscle Cars. (Bild: Electronic Arts)
  • Der Look des Rennspiels ist cineastisch, Entwickler Ghost Games arbeitet stark mit Filtern. Ärger mit den Gesetzeshütern kann man übrigens aus dem Weg gehen, indem man das fällige Bußgeld direkt begleicht. (Bild: Electronic Arts)
  • Weil Ghost Games den FPS-Lock aufheben will, wurde die PC-Version verschoben. Diese soll diese deutlich besser aussehen als die Konsolenfassung. (Bild: Electronic Arts)
  • Leider hat Electronic Arts kein passendes Ingame-Material bereitgestellt. Aber so wie in diesem von uns erstellten Video-Screenshot sehen die Zwischensequenzen aus, nur deutlich schärfer. (Bild: Electronic Arts)
  • Gymkhana-König Ken Block bringt dem Spieler das Driften bei. Je besser man wird, desto mehr Drift-spezifische Tuningteile schaltet man frei. (Bild: Electronic Arts)
Marcus Nilsson verantwortet als Executive Producer und Studiochef von Ghost Games die Entwicklung von Need for Speed. (Bild: Medienagentur plassma)

Unser digitaler Subaru BRZ rollt während des Probespiels in seinem aktuellen Zustand in die reale Garage, wo unsere Crew rund um die Charaktere Spike, Amy, Manu und Robyn bereits auf uns wartet. Mechanikerin Amy öffnet nun die Motorhaube und prüft die Zylinderköpfe. Löblich: Szenen wie diese sind nicht nur ein Gimmick, sie kombinieren clever Filmatmosphäre und Tuning-Optionen. Denn während die Clique um unser Auto herumsteht und tratscht, können wir für jeden einzelnen Part des Wagens - von der Motorhaube bis zum Seitenspiegel - unterschiedliche Paintjobs anlegen. So ist es unter anderem möglich, der Lackierung einen Metallic-Touch zu verpassen oder aus Tausenden Vinyls und fünf unterschiedlichen Zoll-Größen zu wählen. Auch hier gilt die gleiche Devise wie beim Performance-Tuning: Wer will, kauft fertige Kits von Rocket Bunny und Co., Autokenner hingegen suchen sich den Sniper-Wing-Spoiler für Mitsubishi Lancer Evolution MR oder Mercedes-AMG GT lieber selbst aus.

Weniger Fast & Furious, mehr Schmutz und Schlosserhose 
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Disposable.Hero 08. Okt 2015

Hi, ich habe ebenfalls vor einiger Zeit EA (bzw. Origin) von meinem Rechner verbannt und...

Disposable.Hero 08. Okt 2015

Oh man, sorry aber Du wirfst hier mit einer ganzen Menge gefählichem Halbwissen um dich...

Downside 08. Okt 2015

EA bringt keine DLCs raus und ich kann Krebs durch Hand auflegen heilen ;)

Pfeiffer80 07. Okt 2015

PC Spiele haben jedoch beides, hohe Freamrate UND eine bessere Grafik.

werauchimmer 05. Okt 2015

Ist ja leider schon ewig so, zumindest bei Need for Speed. Der Markt scheint aber auch...


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