Weniger Fast & Furious, mehr Schmutz und Schlosserhose
Glücklicherweise scheinen die Zeiten vorbei zu sein, als die Rennspielserie ihre vornehmlich männliche Zielgruppe mit leicht bekleideten Dessous-Models ködern wollte. Frauen sind im kommenden Need for Speed zwar immer noch zahlreich vertreten, doch sie werden deutlich bodenständiger präsentiert, tragen Schlosserhosen und machen sich die Hände in der Werkstatt schmutzig. Überhaupt hinterlassen die Charaktere des Story-Modus einen sympathischen Eindruck: Die Figuren werden nicht als Übertypen à la Fast & Furious, sondern als normale Jungs und Mädels dargestellt, die ständig pleite sind und uns immer wieder auf dem Smartphone anrufen und fragen, ob wir nicht Lust auf ein lukratives Rennen oder eine neue Herausforderung haben.
Teil der Handlung ist Rallye-Pilot Ken Block: Hat man einige spektakuläre Powerdrifts in den Haarnadelkurven der Crescent Mountains von Ventura Bay hingelegt, meldet sich der Gymkhana-König beim Spieler. Später können wir seinen Ford Mustang mit 850 PS selbst durch die Straßen prügeln.
Fünf Ikonen, fünf Spielmodi
In Need for Speed kommen neben Ken Block vier weitere sogenannte Ikonen vor. Diese dienen nicht nur als Mittel zum Zweck, sondern fungieren als Mentoren, geben Tipps und schalten neue Boliden frei. Zudem repräsentieren sie je eine der fünf Spielarten der offenen Welt: Speed, Style, Schrauber, Crew und Outlaw. Je nachdem, welche Herausforderungen wie Checkpoint-Rennen, Drift-Battles oder Touge-Rennen wir annehmen, lernen wir außer Block den japanischen Tuning-Künstler Nakai-san, Porsche-Experte Magnus Walker, PS-Yakuza Morohoshi-san und die Risky Devils kennen.
Letztere stehen für eine besondere Kunstform, die es so noch in keinem Need for Speed gab: Synchron-Drifts. Man kann mit bis zu drei weiteren Freunden Drift-Herausforderungen angehen, wobei der Abstand zwischen den Fahrzeugen so eng und der Driftwinkel so gleich wie möglich ausfallen muss, um die höchste Punktzahl einzufahren.
Doch was ist eigentlich mit der Polizei? Die wird in Need for Speed weitestgehend optional behandelt. Wird man beim Rasen erwischt, kann man auch einfach die fällige Strafe zahlen - oder eben flüchten. Dann schießt jedoch das Bußgeld ordentlich in die Höhe, man geht also ein entsprechendes Risiko ein. Das ist aber nötig, um mit Speed-Junkie Moroshi-san in Kontakt treten zu dürfen, der für abgeschüttelte Cops und Chaos auf den Straßen Geld, Autos und Zubehör springen lässt.
Fazit
Need for Speed ist ein kompromissloser Reboot, der der Rennspielserie guttut: Dem Spieler werden nicht mehr alle zehn Minuten neue Autos in die Garage gestellt, stattdessen stehen Feinjustierung und Tuning im Vordergrund. Auch die Geschichte ist schön erzählt; man fühlt sich schnell als Teil einer Clique. Fahrgefühl, Modi-Vielfalt und technische Umsetzung stimmen ebenfalls. Nur Ventura Bay könnte es auf Dauer etwas an Abwechslung fehlen: Abgesehen vom in Göteborg gezeigten Haarnadelkurs in den Crescent Hills vermissen wir noch Strecken, die sich ins Gedächtnis brennen. Ansonsten befinden sich die Entwickler aber auf einem guten Kurs.
Need for Speed ist ab dem 5. November 2015 für Playstation 4 und Xbox One erhältlich. Die PC-Version wurde auf Frühjahr 2016 verschoben und soll mit optimierter Grafik und allen bis zu diesem Zeitpunkt für die Konsolenfassungen veröffentlichten Updates erscheinen.
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| Need for Speed angespielt: Rennspiel-Reboot für Tuner und Autoliebhaber |
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Hi, ich habe ebenfalls vor einiger Zeit EA (bzw. Origin) von meinem Rechner verbannt und...
Oh man, sorry aber Du wirfst hier mit einer ganzen Menge gefählichem Halbwissen um dich...
EA bringt keine DLCs raus und ich kann Krebs durch Hand auflegen heilen ;)
PC Spiele haben jedoch beides, hohe Freamrate UND eine bessere Grafik.