Nebenkostenprivileg: Telekom gegen "Fernseh-Kupferkabel aus letztem Jahrhundert"

Für die Deutsche Telekom ist die Abrechnung des Kabelnetzzugangs über den Vermieter eine "Zwangsabgabe".

Artikel veröffentlicht am ,
Vectoringausbau der Telekom mit Kupferkabel
Vectoringausbau der Telekom mit Kupferkabel (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom befürwortet ausdrücklich eine Abschaffung der Abrechnung des Kabelnetzzugangs über die Nebenkostenabrechnung des Vermieters. Unternehmenssprecher Andreas Middel sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir begrüßen die vorgesehene Abschaffung des Nebenkostenprivilegs, denn dieses Relikt aus den 80er Jahren gehört zu den größten Hindernissen für einen schnelleren Glasfaserausbau. Die Zwangsabgabe für ein Fernseh-Kupferkabel aus dem letzten Jahrhundert, von der etwa 12,5 Millionen Mieter betroffen sind, muss abgeschafft werden."

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler:in Java / Selenium / Cloud
    HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg
  2. Systementwickler DevOps Remote Services (m/w/d)
    KHS GmbH, Dortmund
Detailsuche

Dies sei eine Position, die nicht nur die Telekom, sondern auch Verbraucherschützer vertreten würden. Michael Gundall von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sagte zum Wegfall des Nebenkostenprivilegs: Es gehe darum, dass die "Cash Cow" der Kabelnetzbetreiber zur Schlachtbank geführt werden solle. Das sei die eigentliche Angst der Kabelnetzbetreiber. "Ein Geschäftsmodell, bei dem mit wenig Aufwand viel Geld generiert wird."

Anders der Branchenverband Buglas. Geschäftsführer Wolfgang Heer sprach sich für die Beibehaltung der aktuell geltenden Umlagefähigkeit über die Mietnebenkosten aus. "Genau diese schafft die nötige Kalkulationssicherheit, weil so die hohen Kosten für den Inhouse-Glasfaserausbau refinanziert werden können. Dabei muss in Mehrfamilienhäusern teilweise sehr aufwendig die Glasfaser auch im Gebäude selbst verlegt werden. Die dabei entstehenden Ausbau- und Betriebskosten trägt der Immobilieneigentümer und kann sie zumindest bislang so wie die Kosten für den Betrieb von beispielsweise Fahrstuhl und Versorgungsanlagen über die Nebenkosten auf die Mieter umlegen", sagte Heer Golem.de auf Anfrage.

Diese Regelung habe sich bewährt, weil sie dem Mieter die Wahlfreiheit hinsichtlich des Telekommunikationsanbieters erhalte, die niedrigstmöglichen Kosten verursache und dabei gleichzeitig für das ausbauende Unternehmen als Sicherheit für die Refinanzierung diene.

Golem Akademie
  1. PowerShell Praxisworkshop: virtueller Vier-Tage-Workshop
    20.–23. Dezember 2021, virtuell
  2. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    12.–13. Januar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Große Unternehmen im Buglas sind M-net Telekommunikations, Netcologne, BBV Deutschland, Wilhelm.tel und Willy.tel, der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus, viele Zweckverbände und Stadtwerke sowie Netzausrüster.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


schnedan 17. Aug 2020

hier bietet die TKom als günstigsten Glasfasertarif 50/25 ohne Router, ohne Entertain...

ternot 16. Aug 2020

Raffgierige Vermieter erkennt man an den Kabelgebühren in den NK. Jeder akzeptable...

ternot 16. Aug 2020

Bei den meisten Vermietern bekommt man doch eh nicht einmal einen Nebenkostenabrechnung...

ternot 16. Aug 2020

Sowohl öffentlich als auch privat geführte Studentenwohnheime bieten oftmals einen in den...

nightmar17 14. Aug 2020

Die Telekom blockiert unser Gebiet allerdings. Hier haben die 2016 und 2019 gesagt, dass...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kanadische Polizei
Diebe nutzen Apples Airtags zum Tracking von Luxuswagen

Autodiebe in Kanada nutzen offenbar Apples Airtags, um Fahrzeuge heimlich zu orten.

Kanadische Polizei: Diebe nutzen Apples Airtags zum Tracking von Luxuswagen
Artikel
  1. Blender Foundation: Blender 3.0 ist da
    Blender Foundation
    Blender 3.0 ist da

    Die freie 3D-Software Blender bekommt ein Update - wir haben es uns angesehen.
    Von Martin Wolf

  2. 4 Motoren und 4-Rad-Lenkung: Tesla aktualisiert Cybertruck
    4 Motoren und 4-Rad-Lenkung
    Tesla aktualisiert Cybertruck

    Tesla-Chef Elon Musk hat einige Änderungen am Cybertruck angekündigt. Der elektrische Pick-up-Truck wird mit vier Motoren ausgerüstet.

  3. DSIRF: Hackerbehörde Zitis prüft österreichischen Staatstrojaner
    DSIRF
    Hackerbehörde Zitis prüft österreichischen Staatstrojaner

    Deutsche Behörden sind mit mehreren Staatstrojaner-Herstellern im Gespräch. Nun ist ein weiterer mit Sitz in Wien bekanntgeworden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Advent: SanDisk Ultra 3D 1 TB 77€ • KFA2 Geforce RTX 3070 OC 8GB 1.019€ • Alternate (u. a. AKRacing Core SX 269,98€) • Sharkoon PureWriter RGB 44,90€ • Corsair K70 RGB MK.2 139,99€ • 2x Canton Plus GX.3 49€ • Gaming-Monitore günstiger (u. a. Samsung G3 27" 144Hz 219€) [Werbung]
    •  /