Neben Huawei: Telekom wählt Ericsson als zweiten 5G-Ausrüster
Die Deutsche Telekom hat einen Auftrag an Ericsson für die Erweiterung der Mobilfunkstationen (Radio Access Networks – RAN) auf 5G in Teilen Deutschlands vergeben. Das gab der schwedische Konzern am 22. Juli 2020 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Zuvor hatte Ericsson eine Modernisierung des Funkzugangsnetzes (RAN) für die Technologien 2G, 3G und 4G abgeschlossen.
Es geht offenbar um aktive und passive Antennen und Massive MÌMO.
"Wir freuen uns, mit Ericsson einen führenden 5G-Lieferanten als Partner gefunden zu haben, der auch schon in der Vergangenheit bei der Modernisierung unseres Mobilfunk-Zugangsnetzes überzeugt hat" , erklärte Claudia Nemat, Vorstand für Innovation und Technik bei der Deutschen Telekom. "Nach der zuverlässigen und termingerechten Modernisierung hängt natürlich auch die Latte für den 5G-Roll-out im Antennennetz hoch."
Die Telekom hatte seine beiden Ausrüster Ericsson und Huawei bereits am 17. Juni 2020 offiziell auch für 5G benannt(öffnet im neuen Fenster) . Die heutige Bekanntgabe zu Ericsson deutet darauf hin, dass Ericsson nun einen Rahmenvertrag unterzeichnen konnte. Telekomsprecher Stephan Broszio sagte Golem.de auf Anfrage: "Im heutigen Bestandsnetz sind im Bereich der Antennen hauptsächlich Komponenten von Ericsson und Huawei verbaut. Für die Weiterentwicklung dieses Antennennetzes von 4G auf 5G wird die Telekom weiterhin die Bestandslieferanten Ericsson und Huawei nutzen. Dazu hat der Konzern jetzt mit den beiden Unternehmen Neuverträge geschlossen."
Im Dezember 2019 hatte die Telekom erklärt, angesichts der US-Kampagne gegen Huawei und des Streits der Koalition um die Sicherheitskriterien für den neuen Mobilfunkstandard vorerst keine neuen Verträge über Lieferungen von 5G-Komponenten abschließen zu wollen. Ende April 2020 informierte die Telekom das Bundesinnenministerium darüber, dass die Zusammenarbeit mit Huawei intensiviert werde.
Ein Kabinettsbeschluss der Regierung zu Huawei und die anschließende parlamentarische Behandlung des IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 werden für die zweite Jahreshälfte 2020 erwartet.
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