Nearby: Google möchte mithören

Mit dem im Vorfeld bekannt gewordenen Android-Dienst Nearby möchte Google eine einfache Vernetzung von Nutzern und Geräten ermöglichen - dafür aber Mikrofon, WLAN und die Standortdienste automatisch aktivieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit Nearby möchte Google die Kommunikation zwischen Android-Geräten vereinfachen - und gewinnt dabei mehr Daten.
Mit Nearby möchte Google die Kommunikation zwischen Android-Geräten vereinfachen - und gewinnt dabei mehr Daten. (Bild: Reuters/Francois Lenoir)

Google könnte mit Nearby künftig einen neuen Dienst anbieten, der Android-Nutzern neue Möglichkeiten bietet - aber auch tiefer in die Privatsphäre eingreift. Die Internetseite Android Police hat Vorabinformationen zu Nearby erhalten, die offenbar auch die komplette App beinhalten.

Nearby erkennt andere Android-Geräte

Stellenmarkt
  1. Trainee im Bereich Projektkoordination Strategie m/w/d
    Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg
  2. Ausschreibung einer unbefristeten Vollzeitstelle als IT-Administrator/in (m/w/d)
    Verein zur Förderung abschlussbezogener Jugend- und Erwachsenenbildung e.V., Köln
Detailsuche

Mit Nearby können sich Android-Geräte unterschiedlicher Nutzer automatisch erkennen. Dies ermöglicht eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten: Beispielsweise sind so nutzerabhängige Erinnerungen möglich, also "Erinnere mich an etwas, wenn ich Person X treffe". Auch eine mit iBeacon vergleichbare personalisierte Werbung ist denkbar: Wenn sich der Nutzer in der Nähe eines Geschäftes befindet, könnte dieses ihm Informationen schicken.

Um andere Geräte zu erkennen, soll Nearby automatisch verschiedene Funktionen des Smartphones aktivieren. Dazu gehören WLAN, Bluetooth - und auch das Mikrofon. Diese Funktionen würden von Google+ und weiteren Google-Diensten benötigt, um Daten auszutauschen, erklärt Google im Android Police vorliegenden Einleitungstext der App. Aktiviert der Nutzer Nearby auf einem Gerät, wird es automatisch auch auf all seinen anderen Android-Geräten eingeschaltet - auch auf künftigen. So ist es beispielsweise einfach, Daten zwischen dem eigenen Smartphone und Tablet auszutauschen, ohne die Geräte explizit miteinander zu verbinden.

Zudem wissen diese Geräte dann stets, wie weit sie voneinander entfernt sind. Gerade im Kontext mit Wearables könnte dies nützlich sein. Auch Interaktionen mit androidgesteuerten, vernetzten Heimgeräten wie Garagentorsteuerungen und Thermostaten sind denkbar.

Fragen zum Datenschutz

Golem Karrierewelt
  1. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    16./17.03.2023, Virtuell
  2. Adobe Photoshop Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    05.-07.12.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Umstand, dass Nearby auch das Mikrofon benutzt und zudem automatisch die Lokalisierungsfunktionen des Nutzerkontos aktiviert, dürfte bei Datenschützern Bedenken hervorrufen. Dass diese Informationen auch bei Google gespeichert werden sollen, dürfte diese Bedenken noch erhöhen. Unbekannt ist, wie lange die Daten bei Google gespeichert werden, und wie weit Google im Rahmen der Nutzungsbedingungen darauf zugreifen darf. Allerdings sollen Nutzer einstellen können, in welchem Ausmaß Nearby Funktionen aktivieren darf.

Wann Nearby letztlich verfügbar sein wird, ist unklar. Laut Android Police soll die Funktion im Rahmen eines Updates des Google-Play-Services aufgespielt werden. Dies könnte im Rahmen der Ende Juni 2014 stattfindenden Entwicklerkonferenz Google I/O passieren. Bereits 2010 hatte Google einen Service namens Nearby vorgestellt: So hieß auch die Umgebungssuche bei Googles Internetsuchmaschine.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


FreiGeistler 12. Jun 2014

Hier erst mal für die bequemen: Cyanogenmod-Installer http://beste-apps.chip.de/android...

FreiGeistler 12. Jun 2014

Ich setze lieber auf Adblocker und OpenSource und andere Alternativen. Ein...

violator 12. Jun 2014

Ob sich Leute vor 30 Jahren darüber auch Gedanken gemacht haben, als ja jeder einfach so...

violator 12. Jun 2014

Und welche Produkte von einwandfrei vertrauenswürdigen Firmen nutzt du so stattdessen?



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Projekt Highland
Tesla plant neues Model 3 mit deutlichen Veränderungen

Tesla will offenbar das Innere und Äußere des Model 3 überarbeiten. 2023 könnte das neue Modell erscheinen.

Projekt Highland: Tesla plant neues Model 3 mit deutlichen Veränderungen
Artikel
  1. Green Caliper: Continental entwickelt Bremssattel für Elektroautos
    Green Caliper
    Continental entwickelt Bremssattel für Elektroautos

    Green Caliper heißen die neuen Bremssättel für Elektroautos, die Continental für mehr Reichweite gebaut hat. Sie sind leichter, können aber nicht weniger.

  2. Netztest: Telekom hat laut Connect das fast perfekte Mobilfunknetz
    Netztest
    Telekom hat laut Connect das fast perfekte Mobilfunknetz

    Bei der Reichweite der Breitbandversorgung überholt Telefónica den Konkurrenten Vodafone. Die Telekom erhält 952 von maximal 1.000 Punkten.

  3. Netzwerkprotokoll: Was Admins und Entwickler über IPv6 wissen müssen
    Netzwerkprotokoll
    Was Admins und Entwickler über IPv6 wissen müssen

    Sogar für IT-Profis scheint das Netzwerkprotokoll IPv6 oft ein Buch mit sieben Siegeln - und stößt bei ihnen nicht auf bedingungslose Liebe. Wir überprüfen die Vorbehalte in der Praxis und geben Tipps.
    Von Jochen Demmer

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung Cyber Week • AOC Curved 34" WQHD 389€ • Palit RTX 4080 1.499€ • Astro A50 Gaming-Headset PS4/PS5/PC günstiger • MindStar: Intel Core i7 12700K 359€ • Gigabyte RX 6900 XT 799€ • Thrustmaster Flight Sticks günstiger • WD_BLACK SN850 1TB 129€ [Werbung]
    •  /