Abo
  • IT-Karriere:

NBN: Der Top-Nutzer verwendet 24 TByte im Monat

Ein staatliches FTTH-Netzwerk für fast alle in Australien bis 2017 war einst das Ziel. Doch davon ist beim (NBN) National Broadband Network nicht mehr viel übrig geblieben. In Berlin wurde eine Zwischenbilanz gezogen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ray Owen, Chief Technology Officer von NBN Australia am 25. Oktober in Berlin
Ray Owen, Chief Technology Officer von NBN Australia am 25. Oktober in Berlin (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Mehr als 10 Millionen Australier sind an das NBN angeschlossen und 4 Millionen nutzen es. Das sagte Ray Owen, Chief Technology Officer von NBN Australia am 25. Oktober 2018 auf dem Broadband World Forum (BBWF) in Berlin. "Ein Prozent unserer Nutzer benötigt mehr als 1 TByte im Monat. Unser Top-Nutzer ist bei 24 TByte." Das Datenvolumen pro Endnutzerhaushalt liege bei jeweils über 200 GByte im Monat.

Stellenmarkt
  1. Computacenter AG & Co. oHG, verschiedene Standorte
  2. Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH), Wiesbaden

Das National Broadband Network ist ein staatliches Projekt, das im Jahr 2009 von der damaligen Labor-Regierung mit dem Ziel gestartet wurde, 93 Prozent der Haushalte des Landes bis 2017 an ein durchgehendes Glasfasernetz anzuschließen. Als im Jahr 2013 die Liberal Party of Australia die Regierung übernahm, entschied sie, statt Fiber To The Home (FTTH) nur noch Fiber to the Premises (FTTP) zu bauen und auf den letzten Meilen weiter auf Kupfer- und Koaxialkabel zu setzen. Im Jahr 2017 lagen die Kosten schon bei 50 Milliarden Australischen Dollar (33,4 Milliarden US-Dollar).

Der staatliche Betreiber NBN Co verkauft den Zugang relativ teuer an die Netzbetreiber des Landes, was diese bei der Kapazität sparen lässt. Im Ergebnis bekam der Kunde zumindest im Jahr 2017 eine niedrigere Datenrate als erwartet.

Sparen an der Glasfaser war keine gute Idee

Da die Datennutzung jedes Jahr erheblich zunimmt, investiert NBN Co in neue Technologien, um die Anforderungen der Zukunft zu erfüllen. Owen sagte, dass Ziel sei nun, bis zum Jahr 2022 alle mit 250 MBit/s zu versorgen. "Wir überführen DSL-Kunden. Hier gab es größere Erfolge in den vergangenen Monaten. Bis 2020 wollen wir 8 Millionen Haushalte im National Broadband Network haben."

Genutzt werden wegen der besonderen geografischen Beschaffenheit des Landes auch Verbindungen mit zwei Satelliten und viel Fixed Wireless Access basierend auf 4G. Das Koaxialkabel ist auf Docsis 3.1 aufgerüstet worden. "Wir wollen Glasfaser bis 2022 immer näher zum Kunden bringen. Dabei ist die Datenrate nicht alles, wir brauchen Kapazitäts-Upgrades, weil das Datenvolumen stetig wächst", erklärte Owen. 5G sei ein wichtiges Element, das man sich mit dem Partner Ericsson ansehe. Es gehe auch hier um den Fixed-Wireless-Einsatz.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Asus PG279Q ROG Monitor 689€, Corsair Glaive RGB Maus 34,99€)
  2. 14,97€
  3. 107,00€ (Bestpreis!)
  4. 419,00€

SanderK 01. Nov 2018

Ich habe da ganz viel Zuversicht, dass du das Ausrechnen kannst ;-) Sonst entnehme ich...

Inori-Senpai 26. Okt 2018

Wie ist die Verbindung zu internationalen Seiten? Das scheint ja das Problem von Japan...

Mixermachine 26. Okt 2018

FTTH und 5G bringen nicht viel, wenn die Server zu weit weg sind

rv112 25. Okt 2018

Wer 1 GBit/s hat, wird wohl auch die nächsten 5 Jahre nicht mehr brauchen, stimmt.


Folgen Sie uns
       


E-Bike-Neuerungen von Bosch angesehen

Neue Motoren und mehr Selbstständigkeit für Boschs E-Bike Systems - wir haben uns angesehen, was für 2020 geplant ist.

E-Bike-Neuerungen von Bosch angesehen Video aufrufen
In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
Erasure Coding
Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
  2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

    •  /