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NBase-T alias 802.3bz funktioniert auch mit Netzwerkkabeln niedriger Kategorie.
NBase-T alias 802.3bz funktioniert auch mit Netzwerkkabeln niedriger Kategorie. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

NBase-T alias IEEE 802.3bz: Schnelle und doch sparsame Kabelverbindungen

NBase-T alias 802.3bz funktioniert auch mit Netzwerkkabeln niedriger Kategorie.
NBase-T alias 802.3bz funktioniert auch mit Netzwerkkabeln niedriger Kategorie. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Das ging schnell. Während sich im WLAN-Bereich die Wigig-Generation nicht so recht verbreiten will, geht es mit einem überfälligen Zwischenschritt für das LAN mit NBase-T alias 802.3bz schon los. Der Early Adopter muss aber viel zahlen.
Eine Analyse von Andreas Sebayang

In zwei weiteren ausführlichen Artikeln zum Anhören und Nachlesen haben wir Li-Fi und Wigig erklärt, zwei weitere Techniken für das Netzwerk der Zukunft.

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Wenn es um das Local Area Network (LAN) geht, dann ist eigentlich alles da, was der Anwender braucht: Geschwindigkeit und Power over Ethernet (PoE) mit dem Ziel, die Energieübertragung zu einem Endgerät über das Netzwerkkabel zu realisieren. Seit Jahren ist das kabelgebundene Netzwerk mit 10-Gigabit-Ethernet (10GbE, 10 Gigabit/Sekunde) durchspezifiziert, und die Hardwareauswahl ist enorm. Doch während sich Ethernet mit 1 GBit pro Sekunde nahezu überall findet, bis hin zur TV-Landschaft, sieht es mit 10GbE abseits der Rechenzentren und Serverräume schlecht aus. Sehr schlecht.

In Rechenzentren geht es sogar noch weiter. 25GbE, 40GbE, 50GbE oder 100GbE sind entweder in der Entwicklung oder längst da. Aber das nur am Rande. Hier geht es um die Steigerung der Geschwindigkeit jenseits des einzelnen GBit - und das möglichst ohne Nachteile und große Investitionen. Das wünschen sich viele ambitionierte Anwender, die mitunter schon mit 10GbE arbeiten oder zumindest mit dem Gedanken einer hohen Investition spielen. NBase-T soll das lösen, mit einem Mehr an Geschwindigkeit, ohne dabei auf die Energieübertragung per Kabel zu verzichten und vor allem, ohne auf die Kabelanforderungen von 10GbE über Kupfer (10GBase-T) eingehen zu müssen.

Der Standard ist soweit, gerade wurde er offiziell als IEEE 802.3bz spezifiziert. Hardware der Mitglieder oder Unterstützer der NBase-T Alliance kann von nun an mit dem Siegel beworben werden.

10 Gigabit pro Sekunde sind doch auch gut, oder?

Doch wieso NBase-T, wenn es doch 10GbE mit immerhin der zehnfachen Geschwindigkeit des derzeit weit verbreiteten 1GbE gibt? Ganz einfach: 10GbE verbreitet sich einfach nicht. Integration in Notebooks? Fehlanzeige. Verbreitet sind allenfalls Thunderbolt-10GbE-Adapter. Bezahlbare WLAN-Router fürs Heim oder kleine Unternehmen? Gibt es nicht. Switches? Kaum unter 700 Euro zu haben. NAS-Systeme? Da geht es im Bereich kleiner Unternehmen immerhin langsam los, doch meist ist es eine teure Option, für die der Anwender sich dann entscheidet.

10GbE benötigt zu viel Energie und kann mit Energie nichts anfangen

Die Gründe dafür, dass sich 10GbE nicht durchsetzt, ja in manchen Situationen völlig ungeeignet ist, sind vielfältig. Zum einen wäre da das Fehlen von Power over Ethernet. Ohne die Möglichkeit, neben dem Netzwerksignal auf demselben Kupferkabel auch Energie zu übertragen, kann der Standard für WLAN-Installationen nur bedingt eingesetzt werden. Es wird immer ein Stromkabel für den Access Point benötigt. Für Admins ein Grund, sich gegen den Standard zu entscheiden. Das Angebot von 10GbE-WLAN-Access-Points ist dementsprechend gering, wenn auch durchaus vorhanden. Einen Xirrus-Access-Point muss man im Prinzip mit 10GbE betreiben. Alles andere ist zu langsam für die Multi-Radio-Einheiten des Herstellers.

Ein weiterer Grund für die zögerliche Verbreitung von 10GbE ist der Energiebedarf. Nicht einmal Intel ist es gelungen, seine 10GbE-Chips soweit zu optimieren, dass sie sich in Notebooks einsetzen lassen. Der Bedarf an Rechenleistung ist enorm. ARM-basierte NAS-Systeme mit 10GbE gibt es zwar beispielsweise von Qnap seit einiger Zeit mit dem Alpine AL-314 SoC, doch das ist die Ausnahme.

Für NBase-T braucht es nicht unbedingt eine Neuverkabelung 

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superdachs 07. Okt 2016

Das klingt natürlich verlockend. Mir ist so ein Angebot leider noch nicht begegnet. Da...

narfomat 06. Okt 2016

das wäre schön... leider nein, der listenpreis ist 5 stellig, liegt bei über 13.000, die...

Bogggler 03. Okt 2016

Für feste Verlegung nimmt man Verlegekabel (starre Leiter) und Dosen oder Keystone...

NilsP 30. Sep 2016

Was der Artikel leider vergisst zu erwähnen, ist dass die neuen Geschwindigkeiten genau...

ArcherV 30. Sep 2016

Natürlich >kann< das auch bei einem neuen NT passieren. Aber bei einem gebrauchten ist...



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