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NBA 2K27 ausprobiert: Mit DLSS 5 sehen Gesichter viel realistischer aus

Mit NBA 2K27 lässt sich DLSS 5 erstmals in einem fertigen Spiel ausprobieren. Wir haben Nvidias neue KI-Grafik über Geforce Now angespielt.
/ Peter Steinlechner
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NBA 2K27 mit DLSS 5 (Bild: Bild: 2K Games / Screenshot: Golem)
NBA 2K27 mit DLSS 5 Bild: Bild: 2K Games / Screenshot: Golem

Nach der Ankündigung im Frühjahr 2026 ist DLSS 5 nun da: Das Sportspiel NBA 2K27 ist das erste veröffentlichte Spiel mit Nvidias neuer Technik(öffnet im neuen Fenster) für KI-gestütztes Neural Rendering. Wir haben die PC-Version über Geforce Now Ultimate ausprobiert. Dort läuft das Spiel auf einem Cloudsystem mit Geforce RTX 5080 und lässt sich mit DLSS 5 in 4K streamen.

Der Stream eignet sich gut, um die grundsätzlichen visuellen Veränderungen durch DLSS 5 zu beurteilen. Feine Bilddetails und die Performance einer lokalen Grafikkarte lassen sich damit naturgemäß nicht seriös bewerten.

DLSS 5 erweitert Nvidias KI-Werkzeugkasten um eine neue Komponente: Während Super Resolution die Auflösung hochskaliert und Frame Generation zusätzliche Bilder erzeugt, dient DLSS 5 als 3D-Guided Neural Rendering nicht der Performance-Steigerung, sondern einer höheren visuellen Qualität.

Dafür verarbeitet ein KI-Modell das von der Engine berechnete Bild zusammen mit zusätzlichen Informationen. Die Technik klinkt sich am Ende der Rendering-Pipeline ein. Sie ist jedoch kein einfacher nachträglicher Bildfilter, sondern verarbeitet das gerenderte Bild zusammen mit Bewegungsvektoren, einem temporalen Zustand und Vorgaben der Entwickler, um Darstellung, Beleuchtung und Materialwirkung zu verbessern.

Informationen zu Albedo, Oberflächennormalen und Beleuchtung nutzt Nvidia dagegen beim Training des Modells, nicht als Eingaben zur Laufzeit. Die grundlegende Geometrie und Gestaltung einer Szene bleibt erhalten.

In NBA 2K27 ist die Bedienung denkbar einfach. Im Grafikmenü finden wir zusätzlich zu DLSS Super Resolution und Frame Generation den Schalter DLSS Neural Rendering. Mehr können Spieler nicht einstellen; per F9 können wir die Funktion während eines Spiels oder Replays direkt ein- und ausschalten.

Unterschiedliche KI-Modelle sowie Regler für Struktur und Ton stehen nur den Entwicklern zur Verfügung. Damit lässt sich mit der offiziellen Implementierung deutlich weniger experimentieren als mit der vorab geleakten Version, bei der Modder solche Parameter selbst verändern konnten.

DLSS 5 kommt auch für RTX 40

Im direkten Vergleich fallen die Unterschiede vor allem bei Nahaufnahmen der Basketballer auf. Haut wirkt unter dem Hallenlicht plastischer, Gesichter bekommen feinere Kontaktschatten, Haare und Bärte reagieren glaubwürdiger auf Licht.

Besonders auffällig ist das sogenannte Subsurface Scattering: Licht fällt beispielsweise sichtbar auf Haut und Ohren. Auch Falten und Materialien der Trikots gewinnen an Tiefe.

Aus der normalen Spielperspektive ist der Unterschied wesentlich dezenter, bei Replays und Großaufnahmen dagegen gut zu erkennen. Diese Bereiche nennt auch Nvidia als Schwerpunkte der Umsetzung in NBA 2K27.

Die zusätzliche Bildqualität kostet Rechenleistung. Nvidia kombiniert DLSS 5 in seinen Benchmarks deshalb mit Super Resolution und Multi Frame Generation. Mit Ultra-Details und Raytracing nennt der Hersteller für die RTX 5080 233 fps in 4K, 413 fps in WQHD und 602 fps in Full HD; die RTX 5090 erreicht in 4K 370 fps. Die extrem hohen Werte entstehen also einschließlich KI-generierter Zwischenbilder und sind nicht mit klassisch gerenderten fps gleichzusetzen.

Zum Start funktioniert DLSS 5 nur auf der RTX-50-Serie sowie über Geforce Now. Nvidia hat inzwischen allerdings bestätigt, nach weiteren Optimierungen auch die RTX-40-Serie zu unterstützen. Einen Termin gibt es dafür noch nicht; Umsetzungen für RTX 20 und RTX 30 sind bislang nicht angekündigt.

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