Nawalny-Vertrauter: Angeblicher Deep Fake war normaler Videostreich

Europäische Politiker sollen auf KI-manipulierte Videoanrufe eines Nawalny-Vertrauten hereingefallen sein. Doch das stimmt offenbar gar nicht.

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Das angebliche Deep-Fake-Foto (r.) stammt aus einem realen Video mit Leonid Wolkow.
Das angebliche Deep-Fake-Foto (r.) stammt aus einem realen Video mit Leonid Wolkow. (Bild: Facebook.com/leonid.m.volkov)

Die angeblich per Deep Fake manipulierten Videogespräche eines Nawalny-Vertrauten hat es so nicht gegeben. Wie das US-Magazin The Verge berichtet, haben die Urheber der Videogespräche eingeräumt, dass die Ähnlichkeit mit dem Stabschef des russischen Oppositionsführers Alexei Nawalny nicht mit digitalen Methoden erreicht wurde. Der Imitator habe sich lediglich entsprechend geschminkt und sei aus einem ungünstigen Kamerawinkel aufgenommen worden.

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Laut The Verge stecken hinter der Aktion die beiden Russen Wladimir Kuznetsow und Alexej Stoljarow, die mit ihren Telefonstreichen schon den kanadischen Premier Justin Trudeau und den britischen Premier Boris Johnson hereingelegt haben. Unter Wowan und Lexus haben sie einen eigenen Youtube-Kanal.

Kurioserweise hatte die imitierte Person, Nawalnys Staabschef Leonid Wolkow, selbst ein Deep Fake als mögliche Ursache der Imitation ins Spiel gebracht. Hinzu kam, dass er ein echtes Foto von sich selbst, das aus einem Video stammte, in einem Facebook-Beitrag als Manipulation bezeichnet hatte. In dem Beitrag beschuldigte er Kuznetsow und Stoljarow, die vom Kreml unterstützt würden, hinter der Aktion zu stecken.

Den beiden Imitatoren ist selbst nicht ganz klar, warum ihnen eine technische Manipulation per Künstlicher Intelligenz (KI) unterstellt wurde. Vor allem, weil das Vergleichsfoto aus einem realen Video entnommen worden sei. Möglicherweise habe Wolkow das reale Foto nicht gefallen, weil er sich als "zu dick" empfunden habe, sagten sie The Verge.

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