Navy Field 2 & Shadow Company: Free-to-Play-Offensive aus Südkorea

Der südkoreanische Hersteller Nexon hat auf der Gamescom 2012 zwei neue Free-to-Play-Spiele vorgestellt. Golem.de hat sich Shadow Company und Navy Field 2 vor laufender Kamera zeigen lassen.

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Volle Fahrt Richtung Free-to-Play
Volle Fahrt Richtung Free-to-Play (Bild: SD Enternet)

Das auf Free-to-Play-Spiele fokussierte Unternehmen Nexon hat seine europäische Zweigstelle mit zwei sehr unterschiedlichen Spielen zur Gamescom 2012 geschickt. Navy Field 2 ist ein komplexes Strategiespiel, Shadow Company ein First-Person-Shooter. Beide Titel stammen von südkoreanischen Entwicklern, denen Kostenlos-Spielkonzepte nicht fremd sind.

Navy Field 2: Conqueror of the Ocean

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2007 hat SD Enternet das Echtzeitstrategiespiel Navy Field veröffentlicht. Im kommenden Jahr soll der Nachfolger erscheinen, in dem Spieler erneut mit ihren eigenen Schiffsflotten vor dem historischen Hintergrund des Zweiten Weltkriegs kämpfen.

U-Boote, Flugzeugträger, Zerstörer - bis zu 64 Kapitäne tragen in Navy Field 2 Seeschlachten mit maximal 192 Schiffen gleichzeitig aus. Bei Erfolg verbessern die Teilnehmer ihren Rang und erhalten Sonderfähigkeiten wie herbeirufbare Luftangriffe.

Während der Gamescom-Präsentation hat Navy Field 2 einen sehr tiefgehenden Eindruck hinterlassen. Und das nicht nur, weil unser U-Boot in mehreren Stufen abtauchen konnte. Schiffe verfügen über zahlreiche Funktionen und Upgrades. Beim Manövrieren reicht es nicht, nur per Mausklick die Richtung vorzugeben. Ein Kampfschiff will erst Gang für Gang in Fahrt gesetzt und dann unter Berücksichtigung des Bremswegs rechtzeitig wieder abgestoppt werden.

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Die Gamebryo-Engine zeigt schon jetzt schöne Schiffsmodelle und atmosphärische Wasserreflexionen. Den Explosionen und anderen Spezialeffekten sieht man jedoch an, dass sich der Titel noch einige Monate in Entwicklung befinden wird.

Shadow Company: The Mercenary War

Die Doobic Game Studios arbeiten nach Combat Arms und Heat Project an einem weiteren Free-to-Play-Shooter. Shadow Company: The Mercenary War benutzt die nach wie vor aktuelle Unreal Engine 3, sieht unserem Eindruck zufolge aber längst nicht so gut aus wie Konkurrent Warface mit Cry Engine 3.

Ein Alleinstellungsmerkmal von Shadow Company sollen taktisch geprägte Spielvarianten mit bis zu vier Teams sein. Auf der Gamescom konnten wir aber nur einfache Deathmatchmodi ausprobieren, die sehr an Call of Duty erinnert haben. Waffen können bis in ihre Einzelteile zerlegt und angepasst werden, ein umfangreiches Rang- und Statistiksystem soll zum Weiterspielen motivieren. Außerdem können Spieler mit Anlauf über den Boden rutschen, um etwa schnell unter einem Stahlrohr hindurchzuschlüpfen.

Schmunzeln mussten wir übrigens immer dann, wenn uns die anwesenden Entwickler aus Südkorea von "Grafik in Konsolenqualität, jetzt auch auf dem PC" vorgeschwärmt haben. Ein auf Kommando anrückender Hubschrauber ist ihren Aussagen zufolge etwas, das es "zuvor nur in Konsolentiteln wie Battlefield" gegeben hat. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei nicht einmal um Übersetzungsfehler. Viel mehr sind es Anzeichen dafür, wie verschieden unsere beiden Kulturen offenbar den Videospielemarkt wahrnehmen.

Genau wie Navy Field 2 soll auch Shadow Company erst 2013 als fertige Version online spielbar sein.

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