Abo
  • Services:
Anzeige
Navsop: Ortung ohne GPS
Navsop: Ortung ohne GPS (Bild: BAE Systems)

Navigationssystem: Navsop funktioniert auch ohne GPS

Navsop: Ortung ohne GPS
Navsop: Ortung ohne GPS (Bild: BAE Systems)

Navsop heißt ein vom britischen Rüstungsunternehmen BAE Systems entwickeltes Navigationssystem. Es nutzt neben GPS auch andere elektromagnetische Wellen zur Positionsbestimmung und soll deshalb gegen GPS-Ausfälle geschützt sein.

Kürzlich haben US-Forscher gezeigt, dass sie Drohnen mit falschen GPS-Signalen vom Kurs abbringen und übernehmen können. Das britische Rüstungsunternehmen BAE Systems hat ein System entwickelt, das Drohnen in so einem Fall auf Kurs halten soll.

Anzeige

Wellenspektrum

Navigation via Signals of Opportunity (Navsop) heißt das System. Statt sich nur auf das GPS-Signal zu beschränken, das zudem relativ schwach und störanfällig ist, nutzt Navsop alle möglichen verfügbaren elektromagnetischen Wellen zur Orientierung. Dazu gehören Rundfunkwellen ebenso wie das Radar der Flugaufsicht. Selbst die Signale der Mobilfunkmasten und von WLANs werden genutzt.

  • Funktionsschema von Navsop (Grafik: BAE Systems)
Funktionsschema von Navsop (Grafik: BAE Systems)

Navsop sucht das Funkspektrum nach Wellen ab und misst deren Signalstärke. Da das Aussenden von Funksignalen normalerweise reguliert ist, stehen für ein bestimmtes Gebiet Frequenz und Sendestärke fest. Empfängt das System Funkwellen aus mehreren Quellen wie von Fernseh- und Radiosendern, Mobilfunkmasten oder WLAN-Routern, kann es per Triangulation seine Position errechnen - einen vergleichbaren Ortungsmechanismus setzen auch Smartphones zur Ergänzung von GPS ein.

Navsop lernt mit GPS

So ganz ohne GPS gehe es, zumindest am Anfang, noch nicht, erklärte Ramsey Faragher, leitender Wissenschaftler bei BAE, der BBC. Zuerst werde das GPS-Signal als Quelle für die Positionsbestimmung gebraucht. Je mehr Navsop aber eingesetzt werde, desto mehr lerne es und desto weniger werde es auf GPS angewiesen sein. Schließlich werde es in der Lage sein, seine Position ganz ohne GPS zu bestimmen.

Das Schöne an Navsop sei, dass die Infrastruktur, die das System braucht, bereits vorhanden sei, erklärt BAE. Es sei also nicht nötig, ein teures Netz mit Sendern aufzubauen. Die dafür nötigen Chips sollen sich in einfache Satellitennavigationssysteme integrieren lassen.

Autos im Parkhaus orten

Weiterer Vorteil von Navsop sei, dass das System auch in Häuserschluchten oder Gebäuden funktioniere, wo GPS nicht verfügbar ist. Damit sollen sich beispielsweise Personen in einem brennenden Gebäude oder auch gestohlene Autos in Parkhäusern aufspüren lassen.

Der aktuelle Prototyp des Systems ist noch in einer größeren Schachtel untergebracht. Das fertige Produkt werde aber ungefähr so groß wie eine Münze sein, sagte Faragher.

Stören und fälschen

Das GPS-Signal ist relativ schwach und kann deshalb einfach gestört ("Jamming") werden. Experten warnen immer wieder vor dieser Gefahr. Wissenschaftler der Universität des US-Bundesstaates Texas in Austin sind noch einen Schritt weiter gegangen: Sie haben einen Sender gebaut, der falsche GPS-Signale ("Spoofing") aussendet. Mit diesem sogenannten Spoofer können sie das Navigationssystem einer Drohne überlisten und diese entführen.

Werde eine Drohne mit Navsop ausgerüstet, sei sie vor GPS-Jamming und -Spoofing geschützt, erklärt BAE Systems.


eye home zur Startseite
chuck 01. Jul 2012

Hoffe du bist nach diesem kleinen Ausbruch schlafen gegangen.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deloitte, verschiedene Standorte
  2. FactSet Digital Solutions GmbH, Frankfurt am Main
  3. Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart
  4. HiPP-Werk Georg Hipp OHG, Pfaffenhofen Raum Ingolstadt


Anzeige
Top-Angebote
  1. 129,99€ (219,98€ für zwei)
  2. 49,99€ + 5,99€ Versand (Vergleichspreis 65,87€)

Folgen Sie uns
       


  1. 5G Radio Dot

    Ericsson kündigt 2-GBit/s-Indoor-Antennen an

  2. Zahlungsverkehr

    Das Bankkonto wird offener

  3. 20.000 neue Jobs

    Apple holt Auslandsmilliarden zurück und baut neuen Campus

  4. Auto-Entertainment

    Carplay im BMW nur als Abo zu bekommen

  5. Fehlende Infrastruktur

    Große Skepsis bei Elektroautos als Dienstwagen

  6. Tim Cook

    Apple macht die iPhone-Drosselung abschaltbar

  7. Nintendo Labo

    Switch plus Pappe

  8. Apple

    Messages-App kann mit Nachricht zum Absturz gebracht werden

  9. Analog

    Kabelnetzkunden in falscher Sorge wegen DVB-T-Abschaltung

  10. Partnerprogramm

    Geld verdienen auf Youtube wird schwieriger



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nachbarschaftsnetzwerke: Nebenan statt mittendrin
Nachbarschaftsnetzwerke
Nebenan statt mittendrin
  1. Facebook Wieder mehr Haustierbilder statt Hass
  2. Nextdoor Das soziale Netzwerk für den Blockwart
  3. Hasskommentare Neuer Eco-Chef Süme will nicht mit AfD reden

Sgnl im Hands on: Sieht blöd aus, funktioniert aber
Sgnl im Hands on
Sieht blöd aus, funktioniert aber
  1. NGSFF alias M.3 Adata zeigt seine erste SSD mit breiterer Platine
  2. Displaytechnik Samsung soll faltbares Smartphone auf CES gezeigt haben
  3. Vuzix Blade im Hands on Neue Datenbrille mit einem scharfen und hellen Bild

EU-Urheberrechtsreform: Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
EU-Urheberrechtsreform
Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
  1. Leistungsschutzrecht EU-Kommission hält kritische Studie zurück
  2. Leistungsschutzrecht EU-Staaten uneins bei Urheberrechtsreform

  1. Aus diesem "kann" wird ganz schnell ein "muß"

    Netzweltler | 10:26

  2. Re: Offline Maps? Kostenfreies Navigieren?

    Ben Stan | 10:26

  3. Re: Ein Alexa Gesetz also?

    genussge | 10:26

  4. Re: Einfache Lösung

    III | 10:26

  5. Re: vor 2019 niemals

    UP87 | 10:25


  1. 09:20

  2. 09:04

  3. 08:26

  4. 08:11

  5. 07:55

  6. 07:30

  7. 00:02

  8. 19:25


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel