Navigationsgerät Chris: Das Smartphone im Auto mit Sprache und Gesten bedienen

Ein Navigationsgerät für das Auto soll mit einer Sprach- und Gestensteuerung auch die Smartphone-Bedienung übernehmen. Das Projekt heißt Chris und wird als digitaler Beifahrer beschrieben. Derzeit wird Geld für das Projekt gesammelt, das einen entscheidenden Konzeptionsfehler aufweist.

Artikel veröffentlicht am ,
Chris hat ein kreisrundes Display.
Chris hat ein kreisrundes Display. (Bild: German Autolabs)

Das Berliner Startup German Autolabs sammelt derzeit Geld für ein spezielles Navigationsgerät für das Auto, das zudem als Steuerungseinheit für das Smartphone dienen soll. Das Gerät namens Chris setzt ein Smartphone voraus. Das Projekt krankt daran, dass Chris nur eine sehr geringe Akkulaufzeit zu bieten hat.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler/in für SAP-ABAP/UI5 (m/w/d)
    Compiricus AG, Düsseldorf
  2. Software-Ingenieure / -Architekten (m/w/d) Java/C++
    IVU Traffic Technologies AG, Berlin, Aachen
Detailsuche

Im Vergleich zu klassischen Autonavigationsgeräten oder modernen Smartphones hat Chris ein ungewöhnlich kleines Display: Es ist gerade mal 3,2 Zoll groß und rund. Damit ist der Platz für die Anzeige von Kartenmaterial sehr beschränkt, bei der Navigation ist nur ein sehr kleiner Ausschnitt des Kartenmaterials sichtbar.

Steuerung mit Sprache und Gesten

Wenn es nach German Autolabs geht, wird Chris aber vor allem für die Smartphone-Bedienung genutzt. Die Steuerung ist mit der Sprache und mit Gesten möglich. Mit einer Vor- oder Zurückbewegung der Hand lässt sich die Lautstärke verändern; mit seitlichen Wischbewegungen in der Luft kann die Liste mit Kontakten durchstöbert werden. Für die Sprachsteuerung soll Chris besonders empfindliche Mikrofone enthalten. Diese werden auch für Telefonanrufe genutzt.

  • Chris (Bild: German Autolabs)
  • Chris kann mit Gesten bedient werden. (Bild: German Autolabs)
  • Chris hat eine magnetische Halterung. (Bild: German Autolabs)
  • Chris (Bild: German Autolabs)
  • Bei der Navigation ist nur wenig Kartenmaterial auf dem 3,2-Zoll-Display zu sehen. (Bild: German Autolabs)
  • Chris (Bild: German Autolabs)
  • Chris (Bild: German Autolabs)
  • Chris mit allem Zubehör (Bild: German Autolabs)
  • Chris (Bild: German Autolabs)
Chris kann mit Gesten bedient werden. (Bild: German Autolabs)

Chis soll Nutzern eingegangene Nachrichten vorlesen können. Unterstützt werden SMS, E-Mails, Whatsapp- und Facebook-Nachrichten. Außerdem können damit drei Musikdienste verwendet werden: Apple Music, Google Play Music und Spotify. Eine Offline-Nutzung ist dann allerdings nicht möglich, die Musikdaten werden über die Datenleitung des Smartphones bezogen. Offline-Musik oder andere Streamingdienste sollen dann über das Smartphone genutzt werden können.

Nur wenige Details zur Navi-Software und zur Sprachsteuerung

Golem Akademie
  1. Mobile Device Management mit Microsoft Intune
    22.-23. November 2021, online
  2. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  3. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
Weitere IT-Trainings

German Autolabs führe derzeit noch Verhandlungen bezüglich der Sprachsteuerungssoftware und der Navigationssoftware, teilte das Unterhmen Golem.de auf Nachfrage mit. Wer das Projekt derzeit unterstützt, weiß also nicht, welche Verfahren hier zum Einsatz kommen. Bezüglich der Sprachsteuerung wird aber versprochen, dass die grundlegenden Funktionen auch ohne aktive Internetverbindung zur Verfügung stehen sollen. Sobald aber etwa Text diktiert wird, ist eine Internetverbindung notwendig.

Zum Lieferumfang von Chris gehört eine Halterung für das Armaturenbrett oder die Fensterscheibe, an die das Gerät mit Magnetkraft angedockt wird. Außerdem sind ein USB-Kabel und ein Adapter für den Zigarettenanzünder dabei. Standardmäßig können Anwender also nur das Navigationsgerät oder das Smartphone laden, wenn neben dem Zigarettenanzünder im Auto kein weiterer Stromanschluss vorhanden ist.

Chris-Akku hält nur eine Stunde

Der Lithium-Ionen-Akku reicht lediglich für eine Einsatzzeit von einer Stunde, so dass das Navigationsgerät üblicherweise immer mit Strom versorgt werden muss. Das bedeutet, dass sich bei langen Fahrten der Smartphone-Akku entsprechend entlädt und die Gefahr besteht, dass das Smartphone bei der Ankunft mangels Akkuladung nicht mehr verwendet werden kann. Hier hätte der Anbieter gleich ein Ladegerät mit zwei USB-Anschlüssen beilegen sollen, damit auch der Smartphone-Akku während der Fahrt geladen werden kann.

Derzeit wird auf Kickstarter für Chris Geld gesammelt. Wer das Projekt unterstützt, kann Chris für 160 Euro bestellen. Wenn das erste Kontingent weg ist, gibt es das Gerät für 180 bis 200 Euro. Die Auslieferung ist für Dezember 2017 anvisiert, sofern das Finanzierungsziel von 50.000 Euro erreicht wird. Wenn Chris regulär auf den Markt kommt, soll das Navigationsgerät für 300 Euro auf den Markt kommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Google
Neues Pixel 6 kostet 650 Euro

Das Pixel 6 Pro mit Telekamera und schnellerem Display kostet ab 900 Euro. Google verbaut erstmals einen eigenen Prozessor.

Google: Neues Pixel 6 kostet 650 Euro
Artikel
  1. M1 Pro/Max: Dieses Apple Silicon ist gigantisch
    M1 Pro/Max
    Dieses Apple Silicon ist gigantisch

    Egal ob AMD-, Intel- oder Nvidia-Hardware: Mit dem M1 Pro und dem M1 Max schickt sich Apple an, die versammelte Konkurrenz zu düpieren.
    Eine Analyse von Marc Sauter

  2. Klimaforscher: Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle
    Klimaforscher
    Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle

    Mit der Entnahme von CO2 in den nächsten Jahrzehnten netto auf null Emissionen zu kommen, klingt nach einer guten Idee. Ist es aber nicht, sagen Klimaforscher.
    Von James Dyke, Robert Watson und Wolfgang Knorr

  3. Kalter Krieg 2.0?: Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe
    Kalter Krieg 2.0?
    Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe

    Die Volksrepublik China soll eine Hyperschallwaffe getestet haben. China dementiert die Vorwürfe aber und sagt, es wäre ein Raumschiff gewesen.
    Eine Analyse von Patrick Klapetz

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 16% auf SSDs & RAM von Adata & bis zu 30% auf Alternate • 3 Spiele für 49€: PC, PS5 uvm. • Switch OLED 369,99€ • 6 Blu-rays für 40€ • MSI 27" Curved WQHD 165Hz HDR 479€ • Chromebooks zu Bestpreisen • Alternate (u. a. Team Group PCIe-4.0-SSD 1TB 152,90€) [Werbung]
    •  /