Navigation: Tomtom will Openstreetmap nutzen und Karte ausbauen
Der bisher vor allem für die Nutzung in Navigationsgeräten bekannte Kartenanbieter Tomtom hat die Tomtom Maps Platform(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Dabei handele es sich um die größte Ankündigung in der 30-jährigen Firmengeschichte und gar Version 2.0 des Unternehmens, wie Tomtom selbst schreibt(öffnet im neuen Fenster) . Die Maps Platform enthält eine komplett neue Karte sowie eine Plattform zum Mapping, also zum Erstellen von Kartendaten sowie ein dazugehöriges Ökosystem. Die wohl wichtigste technische Neuerung ist die Integration mehrerer Quellen wie die Openstreetmap.
Zum damit verbundenen Ziel heißt es in der Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) : "Die neuen Karten bieten eine breitere geografische Abdeckung, einen erweiterten Satz an unterstützten Datentypen und schnellere Aktualisierungszyklen. Das Unternehmen geht davon aus, dass das Produkt seine Wettbewerbsposition verbessern und ihm den Eintritt in neue Märkte ermöglichen wird."
Die eigenen bisher vorhandenen Daten von Tomtom sollen dabei nicht nur mit den Daten der Openstreetmap kombiniert werden, sondern mit weiteren, sogenannten "Super-Quellen" wie Sensordaten und Daten von Partnern. Durch diese Öffnung der Plattform erhofft sich der Anbieter, "das Umfeld zu schaffen, das notwendig ist, um eine neue Welle der kollaborativen Innovation in der Branche einzuleiten."
Tomtom gehört damit künftig zu einer immer größer werdenden Menge an Unternehmen(öffnet im neuen Fenster) , die direkt die Openstreetmap nutzen oder zu ihr beitragen. Dies umfasst etwa Konzerne wie Amazon, Apple, Facebook , Lyft , Microsoft und Uber oder reine Kartendiensteanbieter wie Mapbox oder Telenav. Ob und wie Tomtom künftig auch aktiv zur Openstreetmap beitragen wird, ist derzeit nicht bekannt.
Tomtom sucht neue Wege
Im vergangen Jahrzehnt geriet Tomtom als Anbieter von GPS-Geräten durch die wachsende Smartphone-Konkurrenz von Google Maps und Apple Maps immer stärker unter Konkurrenzdruck. Schließlich sind diese kostenfrei verfügbar, Tomtom selbst bietet eine eigene kostenpflichtige App . Im Frühjahr 2020 beendete Apple die Kooperation mit Tomtom . Der Anbieter kooperiert zwar mit VW oder Huawei , kündigte zuletzt aber 500 Beschäftigten der Maps-Sparte .
Mit der neuen Maps Platform richtet Tomtom sein Geschäft also wohl noch mehr als bisher schon auf Unternehmenskunden aus, statt auf das Consumer-Geschäft zu setzen. Dabei handele es sich um "eine Plattform zum Bauen mit Karten und Standortdaten, ein Ökosystem zur Unterstützung von Partnern und zum Teilen von Daten und natürlich eine neue Karte und die zugehörige Datenbank." Die Basiskarte soll dabei für alle Kooperationspartner bereitstehen, die diese kollaborativ erweitern, aber darauf aufbauende Mehrwertdienste eigenständig für ihr Geschäft nutzen können.
Zur Verfügbarkeit heißt es: "Im Laufe des nächsten Jahres wird Tomtom voraussichtlich Partner an Bord holen, seinen Pool an kollaborativen Datenanbietern und -quellen ausbauen, mehr Daten aufnehmen, die geografische Abdeckung erweitern, seine APIs und SDKs verfeinern und seine neue hyperdetaillierte Karte einführen. Das Unternehmen plant, die neue Karte im zweiten Quartal 2023 auf den Markt zu bringen."
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