Navigation: Auch Telekom-Edition der Navigon-App verschwindet

Eigentlich sollte zumindest die Telekom-Edition der Navigon-App weiterhin angeboten werden. Aber das geschieht nicht. Ab dem 1. Juni 2018 wird auch die spezielle App für Telekom-Kunden nicht länger erhältlich sein, nachdem Navigon kürzlich den Rückzug aus dem Markt für Navigations-Apps bekanntgegeben hatte.

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Auch die Navigon-App für Telekom-Kunden wird eingestellt.
Auch die Navigon-App für Telekom-Kunden wird eingestellt. (Bild: Garmin)

Als Garmin Mitte April 2018 das Aus für die Navigon-Apps verkündet hat, gab es noch eine Ausnahme: die Select Edition für Mobilfunkkunden der Deutschen Telekom. Allerdings gilt das nicht mehr. Die Navigon-Homepage wurde überarbeitet und nunmehr heißt es, dass auch die spezielle Telekom-Version der Navigon-App eingestellt wird. Damit wird es keine Navigon-Apps für Android und iOS mehr geben.

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Ab dem 14. Mai 2018 sollen die meisten Navigon-Apps nicht mehr angeboten werden. Am 1. Juni 2018 folgt dann auch das Aus der Telekom-Edition. Ab diesen beiden Daten sind keine In-App-Käufe oder Abo-Abschlüsse mehr möglich. Die Apps werden nicht mehr länger angeboten. Ursprünglich war versprochen worden, dass Telekom-Kunden in der Select-Edition weiterhin In-App-Käufe tätigen können - das gilt nicht mehr.

Wer eine Navigon-App als Abo oder ohne zeitliche Limitierung bezieht, kann diese weiterhin verwenden. Versprochen wird, dass diese Kunden das Produkt noch mindestens zwei Jahre nutzen können - das gilt auch für die Telekom-Edition der Navigon-App. Wie es danach weitergeht, ist derzeit nicht klar.

Android-Nutzer müssen Abo für Navigon-App selbst kündigen

Wer ein Navigon-Abo unter iOS gebucht hat, braucht sich um nichts weiter zu kümmern, das Abo läuft zum Ende hin aus. Anders ist es bei Android-Nutzern, die müssen ihr Abo aktiv kündigen. Zudem weist der Anbieter darauf hin, dass Nutzer von Fresh Maps weiterhin aktuelles Kartenmaterial erhalten. Diese Funktion kann aber ebenfalls nach den oben genannten Terminen nicht mehr gebucht werden.

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Im Juli 2016 hatte Navigon das Bezahlmodell für die Apps umgestellt. Die Apps wurden im Abo angeboten, zuvor zahlte der Kunde immer für eine zeitlich unbegrenzte Lizenz. Mit dem Abomodell sollten die Kosten für die Kunden gesenkt werden; es war möglich die Navigon-App mit aktuellem Kartenmaterial etwa nur für den Urlaub zu buchen. Dann musste ein Monatsabo zum Preis von 4,99 Euro abgeschlossen werden. Die unlimitierte Laufzeit gibt es seitdem für 80 Euro, ein Jahresabo wird mit 30 Euro berechnet.

Garmin als Muttergesellschaft von Navigon nannte keine Gründe dafür, weshalb sich das Unternehmen nach über 25 Jahren aus dem Markt für Navigations-Apps zurückzieht. Aber das vor knapp zwei Jahren gestartete Bezahlmodell hatte wohl nicht den erhofften Erfolg. Offenbar sind immer weniger Kunden bereit, für eine Navigations-App zu bezahlen, wenn eine vergleichbare Lösung auch kostenlos zu bekommen ist. Dazu gehören unter anderem Google Maps und Here.

Nachtrag vom 17. Mai 2018

Wie uns Garmin auf Nachfrage mitgeteilt hat, wirkt sich die Einstellung der Navigon-Apps auch auf die seit 2012 nicht mehr verkauften Navigon-Geräte aus. Auf der Webseite des Unternehmens wird dies nicht erwähnt, es ist immer nur von den Apps die Rede. Wer für diese Geräte kein Fresh-Maps-Abo gebucht hat, erhält künftig keine aktualisierten Karten mehr und kann auch kein Abo mehr abschließen. Wer Fresh-Maps-Abo gebucht hat, wird weiterhin mit Kartenmaterial versorgt. Das gilt auch für die Navigon-Lösungen, die von den Autoherstellern Škoda, Seat und VW in ihren Fahrzeugen verbaut wurden.

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Cabriofahrer 19. Mai 2018

Äh, das Navi wird nicht mehr upgedatet. Nach der Diesel-Verarsche die Navi-Verarsche.

freebyte 18. Mai 2018

Jaja, zuverlässig, davon fischt unsere Feuerwehr im jahr mehrere aus dem lokalen GPS...

Astarioth 17. Mai 2018

Was spricht gegen Google Maps in Kombination mit Streaming via Tunein Radio oder Spotify...

chefin 17. Mai 2018

Aktuell dürfte TomTom das beste sein, da es in hoher Zahl in LKWs eingesetzt wird. Über...

gunterkoenigsmann 07. Mai 2018

Wenn die Geld sparen wollten, indem sie die App nicht mehr pflegen. Und das dann für...



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