Abo
  • Services:

Natus Neuroworks: Sicherheitslücken in Gehirnscan-Software entdeckt

Der Scan der Hirnaktivitäten ist nicht gefährdet, das Krankenhaus aber schon: Sicherheitsexperten haben Schwachstellen in der Software von EEG-Geräten gefunden, die es ermöglichen, Code auf dem Gerät auszuführen und sich Zugriff auf das Krankenhausnetz zu verschaffen.

Artikel veröffentlicht am ,
Hirnstrommessung mit dem Berlin Brain Computer Interface (Symbolbild): Buffer Overflow und Denial of Service
Hirnstrommessung mit dem Berlin Brain Computer Interface (Symbolbild): Buffer Overflow und Denial of Service (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Datenleck im Krankenhaus: Sicherheitsforscher des Hardware-Herstellers Cisco haben Sicherheitslücken in einer Software gefunden, die für Gehirn-Scans eingesetzt wird. Gefährdet sind weniger die Patienten als die Krankenhäuser, die die Software einsetzen.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Eisenach
  2. Lidl Digital, Neckarsulm

Natus Neuroworks ist eine Software des US-Unternehmens Natus Medical, einem Hersteller von medizinischen Geräten und Software. In mehreren Elektroenzephalogramm-Systemen (EEG) wird die Windows-Software Neuroworks von Natus eingesetzt. Die Geräte verfügen über Ethernet-Schnittstellen für die Datenerfassung sowie für die Anbindung an ein Netz, etwa an das Krankenhaus, um die Ergebnisse des Patienten in die Patientendatei einzutragen.

Talos, Ciscos Forschungsgruppe für Sicherheitsthemen, hat herausgefunden, dass die Software fünf Schwachstellen aufweist. Eine davon ermöglicht Denial-of-Service-Attacken gegen die EEG-Geräte mit der Software. Die anderen vier ermöglichen es einem Angreifer, über einen Buffer Overflow von außen Schadcode auf den Geräten auszuführen.

Angreifer erpressen Krankenhäuser

Ein Angriff auf ein betroffenes EEG-Gerät hat nicht unbedingt Auswirkungen auf einen Patienten. Allerdings könnte sich ein Angreifer über die Schwachstellen Zugang zu einem Krankenhausnetz verschaffen. Krankenhäuser werden inzwischen öfter Ziel von Ransomware-Angriffen, bei denen Systeme blockiert und nur gegen die Zahlung eines Lösegelds wieder freigeschaltet werden. Im Januar etwa zahlte ein Krankenhaus im US-Bundesstaat Indiana rund 60.000 US-Dollar an Ransomware-Erpresser.

Talos hat nach eigenen Angaben Natus über die Sicherheitslücken informiert. Natus hat einen Sicherheits-Patch für die Software Neuroworks entwickelt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 449€
  2. ab 349€
  3. 107,85€ + Versand

Tylon 05. Apr 2018 / Themenstart

Ihr seid alles Helden. Wer hat denn was von Internet gesagt? Vielleicht kann man das...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Dell XPS 13 (9370) - Fazit

Dells neues XPS 13 ist noch dünner als der Vorgänger. Der Nachteil: Es muss auf USB-A und einen SD-Kartenleser verzichtet werden. Auch das spiegelnde Display nervt uns im Test. Gut ist das Notebook trotzdem.

Dell XPS 13 (9370) - Fazit Video aufrufen
God of War im Test: Der Super Nanny
God of War im Test
Der Super Nanny

Ein Kriegsgott als Erziehungsberechtigter: Das neue God of War macht nahezu alles anders als seine Vorgänger. Neben Action bietet das nur für die Playstation 4 erhältliche Spiel eine wunderbar erzählte Handlung um Kratos und seinen Sohn Atreus.
Von Peter Steinlechner

  1. God of War Papa Kratos kämpft ab April 2018

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

    •  /