Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Natives NVMe: Microsoft verbessert SSD-Geschwindigkeit in Windows merklich

In Windows Server 2025 können Admins natives NVMe nutzen. Dadurch werden Eingabe und Ausgabe teils um mehr als 70 Prozent gesteigert.
/ Oliver Nickel
13 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
NVMe-SSDs werden durch natives NVMe merklich beschleunigt. (Bild: Pixabay.com)
NVMe-SSDs werden durch natives NVMe merklich beschleunigt. Bild: Pixabay.com

Microsoft hat ein erstes Windows-Betriebssystem mit nativem NVMe-Support ausgestattet. Das Unternehmen kündigte das Feature(öffnet im neuen Fenster) für Windows Server 2025 an.

Im Vergleich zu Windows Server 2022 wird durch Natives NVMe teils weit mehr als 70 Prozent mehr I/O-Leistung gemessen. Die Hoffnung ist, dass weitere Windows-Betriebssysteme wie etwa Windows 11 folgen. Bisher ist das aber nicht angekündigt.

Natives NVMe integriert das bei vielen modernen M.2-SSDs mit PCIe-Schnittstelle genutzte Protokoll direkt im Betriebssystem. Sie werden also nicht mehr als traditionelle SCSI-Laufwerke betrachtet. Dadurch wird die Übersetzungsebene übersprungen. Die NVMe-Kommandos von NVMe-SSDs müssen von Windows nämlich zu SCSI-Kommandos umgewandelt werden, was merklich Leistung kostet.

Deutlich bessere Leistung

Natives NVMe ermöglicht die Umsetzung von bis zu 64.000 Reihen mit je 64.000 Kommandos gleichzeitig, während SCSI-Laufwerke seriell laufen und nur eine Reihe mit 32 Kommandos unterstützen. Im nativen Modus sollen vor allem IOPS, Zugriffszeiten und die CPU-Effizienz verbessert werden.

Microsoft bestätigte das in ersten Tests. Bei den I/O-Threads wurde im 4K-Random-Read-Test maximal 78 Prozent mehr Leistung im Vergleich zu Windows Server 2022 festgestellt, jeweils auf einer in NTFS formatierten SSD. Dabei wurde eine Reduktion an CPU-Zyklen von 47 Prozent gemessen.

Das wird laut Microsoft in der Praxis sichtbar, wenn etwa SQL-Server, Hyper-V oder Dateiserver eingerichtet werden. Solche Dienste benötigen typischerweise schnelle Datenträger.

Da immer mehr Endgeräte mit schnellen SSDs ausgestattet sind, wäre ein Wechsel auf natives NVMe auch für Client-Windows-Versionen sicher sinnvoll. Bisher ist das aber nicht geplant und das Feature ist exklusiv auf Windows Server 2025 beschränkt.


Relevante Themen