Nationaler Sicherheitsrat: Frachtflugzeuge in Leipzig hatten keine Munition an Bord
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Die Behörden ermitteln weiter im Fall des Drohnen- und Sprengstofffunds am Flughafen Leipzig/Halle, der Vorfall beschäftigt auch die Politik. Im Mittelpunkt steht ein Sprengsatz, der in der Nähe einer ukrainischen Transportmaschine gefunden wurde.
Die Antonow-Maschinen am Standort Leipzig werden Berichten zufolge auch für Waffentransporte im Auftrag der Nato, der Bundeswehr und der Ukraine eingesetzt. Nach Angaben aus der Regierungskoalition hatten die betroffenen Frachtflugzeuge entgegen anderslautenden Berichten (öffnet im neuen Fenster) zum Zeitpunkt des Vorfalls jedoch keine Munition an Bord.
Am 7. August beriet der Nationale Sicherheitsrat der Bundesregierung telefonisch über die Lage. Unter Vorsitz von Bundeskanzler Friedrich Merz habe sich das Gremium über den Fall ausgetauscht, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit(öffnet im neuen Fenster).
In der Nacht zum 5. August entdeckte ein Mitarbeiter auf der südlichen Start- und Landebahn des Flughafens eine Drohne in der Nähe der Antonow-Maschine vom Typ AN-124. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen brachte er das Fluggerät mit einem Tritt zu Boden(öffnet im neuen Fenster). Ob ihm zu diesem Zeitpunkt bewusst war, dass die Drohne mit Sprengstoff präpariert war, ist nicht bekannt.
Bundesanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen
Spezialisten der Bundespolizei stellten anschließend fest, dass an der Drohne rund ein halbes Kilogramm Sprengstoff befestigt war. Sicherheitskreisen zufolge handelte es sich um Semtex, einen Plastiksprengstoff mit militärischer wie ziviler Verwendung.
Dass es nicht zur Explosion kam, führen Ermittler bislang auf einen defekten Zünder zurück. Die Sprengvorrichtung soll aus einer handelsüblichen Blechdose bestanden haben, in der Sprengstoff und Zünder verbaut waren.
Berichten zufolge verfügte die Drohne zusätzlich über eine Abwurfvorrichtung sowie zwei Sim-Karten. Ermittler prüfen, ob darüber eine Steuerung des Geräts möglich war. Teile der Drohne wurden offenbar auf der Tragfläche einer der Antonow-Maschinen gefunden.
Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen(öffnet im neuen Fenster). Als Grund nannte die Behörde die besondere Bedeutung des Falls. Im Raum steht der Verdacht des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion sowie des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.
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