Nationale Sicherheit: Obama verhindert Aixtron-Verkauf nach China

Aus Gründen der nationalen Sicherheit der USA darf das chinesische Investmentunternehmen Fujian Grand Chip Investment(öffnet im neuen Fenster) (FGC) den deutschen Chipanlagenhersteller Aixtron(öffnet im neuen Fenster) nicht übernehmen. Das hat US-Präsident Barack Obama entschieden.
FGC wollte Aixtron für 670 Millionen Euro kaufen. Aixtron ist in Herzogenrath bei Aachen ansässig. Das Unternehmen hat aber einen weiteren Sitz im US-Bundesstaat Kalifornien. Deshalb hat die US-Regierung ein Mitspracherecht bei der Transaktion. Die deutschen Behörden hatten das Geschäft zunächst genehmigt, dann aber die Unbedenklichkeitserklärung zurückgezogen, um erneut zu prüfen, ob deutsche Interessen beeinträchtigt seien.
CFIUS prüfte US-Sicherheitsinteressen
Obama folgt mit seiner Entscheidung einer Empfehlung des Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS). Das Komitee untersuche "das Übernahmeangebot der Grand Chip Investment GmbH (GCI) unter dem Gesichtspunkt US-nationaler Sicherheitsinteressen" , teilte Aixtron im November mit(öffnet im neuen Fenster) .
Das chinesische Unternehmen würde Kenntnisse über die Herstellung des Halbleiters Galliumnitrid bekommen. Das CFIUS hat Bedenken wegen einer möglichen militärischen Nutzung der Aixtron-Technik.