National Roaming: O2 Telefónica will Wechsel von 1&1 ausgeglichen haben
O2 Telefónica hat im dritten Quartal 226.000 neue Mobilfunkvertragskunden gewonnen, zugleich aber einen leichten Umsatzrückgang verbucht. Das gab der Mobilfunkbetreiber am 7. November 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . "Wir haben die freiwerdenden Netzkapazitäten bereits vor Ende des Jahres perspektivisch wieder voll verplant und mit neuem profitabilitätssteigerndem Geschäft füllen können" , sagte O2-Telefónica-Chef Markus Haas.
1&1 ist beim National Roaming im Mobilfunk dabei, vom Telefónica-Netz komplett zu Vodafone zu wechseln. 1&1 will bis Herbst 2025 die Mobilfunktarife seiner mehr als zwölf Millionen Kunden schrittweise migrieren, kämpft aber mit technischen Problemen beim Umzug auf das eigene Netz und hat nach einem Netzausfall monatelang keine Bestandskunden mehr umbuchen können.
Bei Telefónica könnten in der Folge von 2026 an die Umsätze einbrechen. Intern wird für diesen Fall mit 200 Millionen Euro weniger Free Cashflow (nach Leasingverpflichtungen) kalkuliert. Telefónica musste darum sein Partnergeschäft neu aufstellen. Neben der Erweiterung und Verlängerung des Vertrags mit Freenet hat O2 Telefónica die Zusammenarbeit mit dem britischen Mobilfunkprovider Lebara ausgebaut und mit Lyca Mobile einen neuen MVNO-Partner gewonnen, der ebenfalls seine Zentrale in Großbritannien hat. Ob diese neuen Verbindungen den Verlust von 1&1 ausgleichen können, werden die Geschäftszahlen im kommenden Jahr zeigen.
Mobilfunkserviceumsatz leicht gesunken
Der Umsatz lag in den Monaten Juli bis September 2024 bei 2,098 Milliarden Euro und damit 1,6 Prozent unter dem Vorjahr. Den Quartalsgewinn weißt Telefónica nach dem Delisting von der Börse nicht mehr aus.
Auch der Mobilfunkserviceumsatz sank um 1,8 Prozent auf 1,496 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bereinigt um Sondereffekte stieg um 2,7 Prozent auf 683 Millionen Euro.
Die Umsatzerlöse im Festnetzgeschäft setzten das Wachstum der Vorquartale fort und stiegen um 3,8 Prozent auf 216 Millionen Euro.
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