National Roaming: 1&1 Drillisch kommt bei 5G-Netzausbau kaum weiter

1&1 Drillisch kann sein Netz nicht aufbauen, solange kein Vertrag zu National Roaming besteht. Doch die Ausgaben sind bereits hoch.

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Erste 5G-Antenne von 1&1 Drillisch
Erste 5G-Antenne von 1&1 Drillisch (Bild: Tobske)

1&1 Drillisch kommt bei seinem 5G-Netzausbau nicht weiter, weil die Gespräche über National Roaming von den drei Netzbetreibern verzögert würden. "Die Verhandlungen für National Roaming gestalten sich nicht leicht", erklärte Ralph Dommermuth, Chef von 1&1 Drillisch, am 26. März 2020 in der Telefonkonferenz zur Bekanntgabe der Geschäftszahlen 2019. Die drei Netzbetreiber haben gegen die Vergabebedingungen der Frequenzen geklagt, "und haben es nicht eilig mit Verhandlungen. Wir machen kleine Fortschritte", sagte Dommermuth. Man spreche mit der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica.

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1&1 Drillisch habe im Jahr 2019 aber bereits 5,7 Millionen Euro Kosten für die Planung und Vorbereitung des eigenen 5G-Netzes gehabt. Im Jahr 2020 wolle man den Ausbau des 5G-Netzes weiter vorbereiten, der konkrete Ausbau soll erst 2021 beginnen.

"Nationales Roaming brauchen wir, damit wir in der Aufbauphase unseres Netzes die Netze anderer Anbieter mitbenutzen können", sagte Dommermuth. In Deutschland gibt es dazu ein Verhandlungsgebot. "Wir reden auch über Infrastruktur-Sharing, also die Mitnutzung bestehender Antenennstandorte, die noch Kapazitäten haben", erklärte er.

"Mit den Netzausrüstern können wir erst konkret werden, wenn wir National Roaming haben. Je nachdem, wie die Bedingungen sind, bauen wir ein unterschiedliches Netz. Wir hatten eigentlich vorgehabt, dies bis Ende September 2019 abzuschließen", sagte Dommermuth.

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Zudem sei 1&1 Drillisch dabei, das 1&1-Versatel-Glasfasernetz auszubauen, um 5G vorzubereiten, "weil wir da in Zukunft mit großer Kapazität durchleiten wollen, weil die einzelnen Antennenstandorte an dieses Netz angeschlossen werden sollen", erklärte Dommermuth.

Dafür habe das Unternehmen im Jahr 2019 Spektrum erworben. "Wir haben 5 x 10 MHz im Bereich 3,6 GHz und 2x 10 MHz im Bereich 2 GHz. Die 2-GHz-Frequenzen stehen erst ab 2026 zur Verfügung. In der Übergangszeit bis dahin haben wir bei der Telefónica Frequenzen angemietet. Über die verfügen wir auch schon, so dass wir jetzt schon in der Lage sind, das Spektrum zu nutzen. Damit haben wir seit dem letzten Jahr den Grundstein gelegt, um uns erfolgreich als Mobilfunkbetreiber zu positionieren", sagte Dommermuth.

Bei DSL nutze man zunehmend die Infrastruktur der Schwestergesellschaft 1&1 Versatel. Dommermuth: "Die bietet uns VDSL und Vectoring an. Das passiert über eine Layer-2-Infrastruktur. Das Transportnetz der 1&1 Versatel wird mit Übergabepunkten der Telekom verbunden. Außerdem haben wir Kooperationen mit großen Stadtnetzen und City Carriern."

Als Mobilfunkdienstleister ohne eigenes Netz (MVNO) habe 1&1 Drillisch 9,9 Millionen Kunden mit seinen verschiedenen Marken. "Wir beziehen unsere Leistungen bei der Telefónica. Wir haben noch kein eigenes Netz. Wir haben durch die Fusionsauflagen beim Zusammenschluss von Telefónica und E-Plus Zugriff auf bis zu 30 Prozent der Telefónica-Netzkapazität und beziehen noch Vorleitungen bei Vodafone", erklärte Dommermuth.

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