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Nasdaq: Hynix-CEO erwartet schwersten Engpass bei Speicherchips

Die Speicherkrise spitzt sich laut SK Hynix dramatisch zu. Mitten in der Verknappung feiert der südkoreanische Konzern ein Rekord-Börsendebüt an der Nasdaq.
/ Achim Sawall
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Kwak Noh-Jung, CEO von SK Hynix, posiert am Tag des Börsengangs des Unternehmens, am 10. Juli 2026, am Nasdaq-Hauptsitz in New York City. (Bild: REUTERS/Angelina Katsanis)
Kwak Noh-Jung, CEO von SK Hynix, posiert am Tag des Börsengangs des Unternehmens, am 10. Juli 2026, am Nasdaq-Hauptsitz in New York City. Bild: REUTERS/Angelina Katsanis

Laut Kwak Noh-jung, Chief Executive Officer von SK Hynix, steuert die Speicherchip-Branche im Jahr 2027 auf den schlimmsten Versorgungsengpass ihrer Geschichte zu. Das sagte Kwak in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster). "Wir gehen davon aus, dass das nächste Jahr aus Sicht der Versorgungslage das schlimmste Jahr in der Geschichte der Branche sein wird."

DRAM wurde immer teurer, weil die Hersteller Micron, Samsung und SK Hynix den Anteil von regulärem DDR- und LPDDR-Speicher zugunsten von High Bandwidth Memory (HBM) und Varianten für Server immer weiter zurückfahren. Vor der aktuellen Krise steckte die Speicherbranche in einer schweren kapitalistischen Überproduktionskrise und Samsung, SK Hynix und Micron hatten ihre Produktion drastisch gedrosselt und Investitionen in neue Fabriken reduziert. Zudem ist der Technologiewechsel von DDR4 zu DDR5 komplex und belegt modernere Lithografie-Anlagen. Das lässt die älteren, aber immer noch stark nachgefragten DDR4-Kapazitäten schrumpfen.

Kwak prognostizierte, dass die Nachfrage nach Speicherchips auch weit bis ins nächste Jahrzehnt hinein die Produktionskapazitäten des Unternehmens übersteigen werde – trotz massiver Kapazitätserweiterungen.

"Die Nachfrage unserer Kunden steigt weiter, während unsere Kapazitäten begrenzt sind", sagte Kwak. "Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Kundennachfrage auch über das Jahr 2030 hinaus unsere Lieferkapazität übersteigen wird. Wir tun jedoch unser Bestes, um dieses Problem zu lösen. "

Hervorragender Börsenstart für SK Hynix

Kwaks Äußerungen folgen auf einen hervorragenden Börsenstart des südkoreanischen Chipherstellers: Die Aktien von SK Hynix legten am Freitagnachmittag an der Nasdaq um 13,3 Prozent auf 168,85 US-Dollar zu. SK Hynix wird unter dem Kürzel SKHYV an der Nasdaq gehandelt. Mit der Ausgabe von American Depositary Receipts (ADRs) nahm das südkoreanische Unternehmen 26,5 Milliarden US-Dollar ein und übertraf damit das US-Börsendebüt der Alibaba Group. Zudem war die Nachfrage siebenmal höher als das verfügbare Aktienangebot.

SK Hynix verkaufte die ADRs vor der Notierung an der Nasdaq für jeweils 149 US-Dollar.

Neben einer möglichen Expansion in die USA betreibt SK Hynix seine Hauptwerke in Icheon und Cheongju. Außerdem errichtet das Unternehmen derzeit einen riesigen Komplex in der Stadt Yongin.

SK Hynix und Samsung Electronics beteiligen sich an einem Plan der südkoreanischen Regierung, die Produktionskapazität des Landes für Speicherchips innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln. Dies umfasst Investitionen von jeweils 400 Billionen Won (266 Milliarden US-Dollar) in Chip-Produktionsanlagen im Südwesten des Landes.

In den USA investiert das Unternehmen rund 4 Milliarden US-Dollar in den Bau einer Fabrik für Chip-Packaging in Indiana. Zudem fließen 10 Milliarden US-Dollar in den Aufbau eines Unternehmens für KI-Lösungen in den USA.

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