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Die positiven und die negativen Assets von SpaceX

Im Portfolio hat das Unternehmen zwei spektakuläre Erfolgsgeschichten, nämlich Starlink sowie die Falcon-Raketen mit den ersten wiederverwendbaren Boostern überhaupt. Der Transport von Starlink-Satelliten in die Umlaufbahnen lässt sich inzwischen mit einer Aufzugsfahrt vergleichen. Auch die Dragon-Kapsel, die regelmäßig Astronauten zur ISS und wieder zurück transportiert, hat sich als extrem zuverlässig erwiesen. Diese Unternehmensteile sind profitabel und dürften das in naher Zukunft bleiben.

Die weniger positiven Assets

Der jüngst abgeschlossene Vertrag mit Anthropic zur Mitnutzung des Colossus-Rechenzentrums um 1,25 Milliarden US-Dollar pro Monat sieht auf den ersten Blick sehr vorteilhaft für SpaceX aus. Theoretisch könnte der Vertrag bis zu 40 Milliarden US-Dollar bringen. Vereinbart wurde allerdings eine Kündigungsfrist von nur 90 Tagen. Es ist also überhaupt nicht sicher, wie lange die Vereinbarung halten wird.

Diese Kooperation sieht mehr nach einer Notmaßnahme aus, denn die SpaceX-KI Grok hat außer SpaceX keine Kunden unter den Fortune-500-Unternehmen. Die xAI-Sparte gibt aber monatlich rund eine Milliarde für Infrastruktur und Training aus. Die Plattform X, deren Akquise mit immerhin 44 Milliarden zu Buche geschlagen ist, wird im Börsenprospekt praktisch nur noch als Trainingsplattform für Grok erwähnt. Zahlen zu Werbeeinnahmen finden sich nicht.

Die Assets in den Sternen

Und dann gibt es noch die Assets von SpaceX, die quasi außer Konkurrenz firmieren, aber einen beträchtlichen Teil des Börsenprospekts einnehmen. Allen voran ist da das sogenannte Starship zu nennen, das dereinst den planetaren Raum erobern soll. Bis dato wurden allerdings nur zwölf Tests im erdnahen Weltraum absolviert, mit einer beträchtlich hohen Quote an Abstürzen und Explosionen.

Ob die erste echte Mission des Starships wie geplant noch heuer stattfinden wird, steht daher in den Sternen. Dasselbe gilt für die ebenfalls geplanten KI-Satelliten und Rechenzentren im Orbit, für die nur noch eher ephemere Probleme wie Wärmeabfuhr im Vakuum und Serviceability in der Umlaufbahn gelöst werden müssen.

Alle Inhalte dienen ausschließlich der Information. Sie stellen keine Wertpapieranalyse im Sinne des § 34b WpHG, Empfehlung, Anlageberatung oder Aufforderung zum Handeln dar und ersetzen keine fachkundige, individuelle Anlageberatung.

Erich Moechel(öffnet im neuen Fenster) ist langjähriger Journalist und schreibt Analysen, Hintergründe und Kommentare, weil er findet: Das Leben ist zu kurz, um nicht Klartext zu schreiben.

Credits für diesen Artikel an Yahoo Finance und deren ungemein nützliches Watchlist-Tool(öffnet im neuen Fenster).


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