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Nasa: Was die Apollo-Mondproben über die Erdozeane verraten

Die Hauptquelle des Wassers auf der Erde stammt wohl nicht aus der Zeit der sogenannten späten Bombardierung. Das zeigen Meteoriten -Einschläge auf dem Mond .
/ Patrick Klapetz
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Oberfläche des Mondes, aufgenommen während der Nasa-Mission Apollo 15 (Bild: Nasa)
Oberfläche des Mondes, aufgenommen während der Nasa-Mission Apollo 15 Bild: Nasa
Inhalt
  1. Nasa: Was die Apollo-Mondproben über die Erdozeane verraten
  2. Zweifel an der Bedeutung der Theorie der späten Bombardierung

Bisherige Forschungen haben bereits gezeigt, dass Meteoriten eine bedeutende Wasserquelle der Erde gewesen sein könnten, da sie unseren Planeten zu Beginn der Entwicklung des Sonnensystems bombardierten. Ein Forschungsteam der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa wollte wissen, wie viel Wasser durch Meteoritenlieferungen tatsächlich auf die Erde gekommen ist(öffnet im neuen Fenster) .

Dafür hat das Team die Trümmerteile auf der staubigen Mondoberfläche untersucht. Denn der Mond dient als antikes Archiv der Einflussgeschichte, die das Erde-Mond-System über Milliarden von Jahren erfahren hat. Wo die dynamische Erdkruste und das Wetter solche Aufzeichnungen auslöschen, bewahren Mondproben sie.

Der Mond entstand vor etwa 4,5 Milliarden Jahren , die Erde vor etwa 4,5 bis 4,57 Milliarden Jahren. Das Team konnte somit nur den Anteil des Wassers untersuchen, der nach der Entstehung des Mondes auf die Erde gelang. Und dieser Anteil soll laut den Forschern nur einen kleinen Bruchteil des Erdwassers ausmachen, das durch solche Meteoriten zur Erde hätte transportiert werden können.

Untersuchung der Apollo-Proben

Traditionelle Methoden zur Untersuchung des Regoliths (Mondbodens) basieren auf der Analyse metallreicher Elemente. Diese Elemente können durch wiederholte Einschläge auf dem Mond verunreinigt werden. Daher ist es schwer, die ursprünglichen Bestandteile dieser Meteoriten zu rekonstruieren.

Anders sieht es bei der Sauerstoff-Isotopen-Analyse aus. Sauerstoff ist in Gesteinen extrem stabil und von äußeren Einwirkungen wie Einschlägen weitestgehend unberührt. Daher dient es als chemischer Fingerabdruck. Die für diese Studie analysierten Proben stammen von der Äquatorregion der erdzugewandten Mondseite. Dort, wo alle sechs Apollo-Missionen der Nasa vor über 50 Jahren landeten.


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