Nasa und Verizon: Drohnen überwachen per Mobilfunkmasten

Mobilfunkmasten für einen sicheren Luftraum: Die Nasa und Verizon entwickeln ein Flugsicherungssystem für Drohnen, das die Mobilfunksender des Netzbetreibers nutzt. Das System soll 2019 einsatzbereit sein.

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Hexacopter im Flug (auf der Maker Faire 2013): Verbotszonen einhalten, Kollisionen verhindern
Hexacopter im Flug (auf der Maker Faire 2013): Verbotszonen einhalten, Kollisionen verhindern (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

"Können Sie mal eine Drohne orten?" So könnte sich in einigen Jahren der Anruf eines Strafverfolgers bei einem Mobilfunkunternehmen anhören. Denn die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) und das Mobilfunkunternehmen Verizon wollen ein Verfahren entwickeln, um unbemannte Fluggeräte (Unmanned Aerial System, UAS) über Mobilfunkbasisstationen zu orten. Das berichtet die britische Tageszeitung The Guardian.

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Im vergangenen Jahr hätten Nasa und Verizon eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Demnach wollen sie gemeinsam erkunden, ob sich die Basisstationen für das Verkehrsmanagement von Drohnen (Unmanned Aerial Systems Traffic Management, UTM) einsetzen ließen. Es gehe um "die Kommunikation und die Überwachung von UAS in geringer Höhe". Das Dokument liegt dem Guardian nach eigenen Angaben vor. Die Zeitung hatte sie unter Berufung auf das US-Informationsfreiheitsgesetz (Freedom Of Information Act) bekommen.

Technik soll 2019 einsatzbereit sein

Die Nasa will erste Tests mit dem System in diesem Sommer im Ames Research Center in Kalifornien durchführen. Verizon will bis 2017 ein Konzept vorlegen, wie sich die Mobilfunkmasten für die Überwachung und Verfolgung von Drohnen einsetzen lassen. Die Technik soll 2019 einsatzbereit sein. Die Kosten für das Projekt sollen bei 500.000 US-Dollar liegen.

Das System soll für mehr Sicherheit im unbemannten Luftverkehr sorgen: Es könnte beispielsweise Drohnen bei schlechtem Wetter landen oder verhindern, dass sie dann aufsteigen. Eine weitere Aufgabe wäre, Drohnen aus Verbotszonen wie etwa um das Weiße Haus oder von Gebäuden fernzuhalten. Schließlich könnte das Verkehrsmanagement in einem viel genutzten Luftraum Kollisionen von Drohnen vermeiden.

Unbemannte Flugsicherung für unbemannte Fluggeräte

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Im vergangenen Jahr war bekanntgeworden, dass die Nasa an einem Flugsicherungssystem für Drohnen arbeitet. Es solle unbemannt sein und vergleichbare Aufgaben übernehmen wie die Flugsicherung in der zivilen Luftfahrt.

Drohnenbesitzer halten sich häufig nicht an Flugverbote. So registrierte die US-Luftfahrtaufsichtsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) in der zweiten Jahreshälfte 2014 knapp 200 Zwischenfälle mit Drohnen. Darunter waren neben Missachtungen von Flugverbotszonen Aufstiege über die erlaubte Höhe von 120 Metern oder Beinahekollisionen mit Flugzeugen und Hubschraubern. Ein Flugzeug wurde sogar in einer Höhe von über 3.000 Metern von einer Drohne überflogen.

Angebote wie Airmap und Noflyzone.org wollen Drohnenpiloten darüber informieren, wo sie nicht fliegen dürfen oder sollten. Die FAA will in Kürze die Smartphone-App B4Ufly herausbringen, die ähnliche Informationen bietet.

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