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Ein früheres Konzept des Deep Space Gateway von Boeing, vor der Kollaboration mit Russland
Ein früheres Konzept des Deep Space Gateway von Boeing, vor der Kollaboration mit Russland (Bild: Boeing)

Niemand wuppt es allein

Was der russischen Raumfahrt derzeit fehlt, sind Raketen mit der nötigen Nutzlastkapazität, um solche Module in eine Mondumlaufbahn zu befördern. Die neue Angara-5-Rakete sollte mit einer leistungsfähigen, wasserstoffbetriebenen Oberstufe dafür tauglich gemacht werden. Aber selbst ihre Nutzlast wäre beschränkt, und die Verzögerungen im Bau der Angara 5 wirken sich auch auf die Entwicklung der neuen Oberstufe aus. Deswegen gibt es Pläne, die neue Sojus 5 zu einer mit der amerikanischen SLS vergleichbaren Schwerlastrakete auszubauen. Die Zeit- und Budgetpläne dafür werden aber als weitgehend unrealistisch eingeschätzt.

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Um das Gesicht der russischen Raumfahrt zu wahren, wäre eine Kollaboration zum Aufbau einer neuen Raumstation damit ideal, auch wenn sich der Bau einer Schwerlastrakete bis in die 2030er Jahre verzögern sollte. Eine Fortsetzung der Kollaboration der Internationalen Raumstation wäre auch im Interesse der Japaner, die angekündigt haben, Raumfrachter zur Versorgung der Station zu stellen, und Roboter zur Erkundung der Mondoberfläche landen wollen.

Das Konzept der internationalen Kollaboration entspricht genau dem, was Esa-Chef Jan Wörner unter dem Konzept des Moon Village versteht. Unter den heutigen Bedingungen braucht es ihm zufolge ein ganzes Dorf, um eine Mondmission durchzuführen. Wobei das Dorf aus Raumfahrtorganisationen besteht, von denen jede ihre eigenen Fähigkeiten einbringt. Auffällig abwesend sind in allen Diskussionen die Chinesen.

China plant ein eigenes Mondprogramm

China verfolgt ein eigenes Raumfahrtprogramm, das klar definierte Ziele hat. Eines davon ist der Aufbau der Raumstation Tiangong-3, die auch international geöffnet werden soll. Schon jetzt wurde eine Kollaboration mit der Esa beschlossen, ein klares Signal von beiden an die USA, die die Chinesen aus politischen Gründen von der ISS ausgeschlossen haben. Auch beim Mond hat China Ambitionen. Die Chang'e-Missionen zur Erkundung der Mondoberfläche waren die ersten Mondlandemissionen seit den 1970er Jahren. Mit Chang'e 4 soll erstmals eine Sonde auf der Rückseite des Mondes landen, und mit Chang'e 5 sollen mehrere Kilogramm Bodenproben vom Mond zur Erde zurückgesandt werden.

Die Fehlfunktion einer Langer-Marsch-5 (Changzheng-5) Rakete hat zwar zu Verschiebungen von etwa einem Jahr geführt, aber die Entwicklung einer Schwerlastrakete Changzheng-9 für eine Mondlandung läuft. Mit einer ersten Landung der Chinesen wird derzeit in den frühen 2030er Jahren gerechnet. Die Konkurrenz ist sicher ein Teil der Motivation für die internationalen Anstrengungen der Amerikaner, Europäer, Japaner und Russen. Anders als zunächst in der Presse berichtet wurde, wird über diese Kollaboration zwar verhandelt, aber sie ist noch längst keine beschlossene Sache.

 Nasa und Roskosmos: Gemeinsam stolpern sie zum Mond

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DeathMD 30. Sep 2017

Gravity Assist könnte auch ein Grund sein. Du schickst ein Raumschiff vom Mond wieder in...

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