Nasa: Streit um die Finanzierung der Raumsonde New Horizons
Die US-Raumsonde New Horizons ist zwar kürzlich aus einer längeren Ruhepause erwacht, jedoch droht derzeit die Abschaltung von zwei wissenschaftlichen Bordinstrumenten: die beiden Teilchendetektoren Swap (Solar Wind around Pluto) und Pepssi (Pluto Energetic Particle Spectrometer Science Investigation), die zur Messung des Sonnenwindes verbaut wurden. Der Grund für die Abschaltung sind jedoch keine Energieprobleme, wie es immer wieder bei den Voyager-Raumsonden der US-Raumfahrtbehörde Nasa vorkommt. Es geht um Finanzierungsprobleme.
Die Instrumente selbst könnten aus technischer Sicht vermutlich noch für Jahrzehnte Daten sammeln. Der Chefwissenschaftler von New Horizons, Alan Stern, gab dem Wissenschaftsmagazin Science gegenüber sogar an, dass sich die Raumsonde in einem tadellosen Zustand befinde. Er gibt sich zuversichtlich, dass das Raumfahrzeug noch bis 2050 Daten liefern kann. Bis dahin soll New Horizons den interstellaren Weltraum erreicht und die Heliopause hinter sich gelassen haben. Die Heliopause ist die äußere Grenze der Heliosphäre, an der der Teilchenstrom der Sonne und das Gas zwischen den Sternen zum Stillstand kommen.
Streit um vier Millionen US-Dollar
Derzeit trägt die Abteilung für Planetenforschung der Nasa, die Planetary Science Division, die jährlichen Hauptkosten von etwa zehn Millionen US-Dollar für den Betrieb von New Horizons. Jedoch fehlt die geplante jährliche Zusatzfinanzierung der Abteilung für Heliophysik (Heliophysics Division), also der Abteilung für Sonnenforschung. Diese steuert für das Auswerten der Sonnenwind-Daten jährlich zwei Millionen US-Dollar bei. Seit zwei Jahren hält sich diese Abteilung jedoch nicht an die Finanzierungsvereinbarung und hält mittlerweile vier Millionen US-Dollar zurück, mit denen ansonsten die Gehälter derjenigen Mitarbeiter bezahlt werden, die die Daten herunterladen und auswerten.
Eine Begründung für diesen Schritt lieferte die Abteilung für Heliophysik nicht. Nach der Offenlegung des Berichts meldete sich der Nasa-Administrator Jared Isaacman auf dem Kurznachrichtendienst X zu Wort(öffnet im neuen Fenster). Die Angelegenheit solle geprüft werden.
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