Nasa: Skurrile Roboter für die Raumfahrt

Sie sollen über fremde Himmelskörper hüpfen, kriechen, rollen - oder wie ein Aal in einen Ozean unter kilometerdickes Eis abtauchen. Die Nasa fördert 15 Projekte, die neue, skurrile Roboter für die Raumfahrt entwickeln.

Artikel veröffentlicht am ,
Aalartiger Roboter: Energiegewinnung aus Schwankungen des Magnetfeldes
Aalartiger Roboter: Energiegewinnung aus Schwankungen des Magnetfeldes (Bild: Nasa/Cornell University/NSF)

Ein Aal fürs All: Ein Roboter, der dem schlangenartigen Fisch nachgebildet ist, könnte in Zukunft fremde Himmelskörper erforschen. Er ist eines von 15 Weltraumprojekten, das von der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) eine Forschungsförderung erhalten hat.

  • Konzept eines Roboters, der einem Aal ähnelt. Er könnte in Zukunft den Ozean unter dem Eis des Jupiter-Mondes Europa erkunden (Bild: Nasa/Cornell University/NSF)
Konzept eines Roboters, der einem Aal ähnelt. Er könnte in Zukunft den Ozean unter dem Eis des Jupiter-Mondes Europa erkunden (Bild: Nasa/Cornell University/NSF)
Stellenmarkt
  1. Ingenieur (m/w/d) Vernetzung Automotive
    STAR ELECTRONICS GmbH, Sindelfingen (Home-Office möglich)
  2. Softwareentwickler (m/w/d) Automatisierungstechnik
    Dürr Systems AG, Goldkronach
Detailsuche

Der Roboteraal ist als Soft-Robot, also als Roboter aus einem weichen Material, konzipiert. Er könnte den Jupiter-Mond Europa oder Monde anderer Gasplaneten in unserem Sonnensystem erforschen. Da die Gasriesen sehr weit von der Sonne entfernt sind, kommt die Sonne als Energiequelle nicht infrage - die Sonde Rosetta wurde in den Standby versetzt, als sie sich auf ihrem Weg zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko so weit von der Sonne entfernte, dass ihre Solarzellen kaum noch elektrische Energie produzierten.

Aal gewinnt elektrische Energie ohne Sonne

Die Entwickler haben sich deshalb eine andere Möglichkeit zur Energiegewinnung einfallen lassen: Der Roboter soll eine Antenne auf dem Rücken haben, mit deren Hilfe er elektrische Energie aus lokalen Änderungen des Magnetfeldes gewinnt. Europa ist mit einer kilometerdicken Eisschicht bedeckt. Unter dieser wird aber ein riesiger Ozean aus flüssigem Wasser vermutet. Der Roboteraal soll eine amphibische Forschung des Mondes ermöglichen.

Ein anderes Konzept, das die Nasa im Rahmen des Programms Nasa Innovative Advanced Concepts (Niac) fördert, beschäftigt sich damit, flüchtige Stoffe wie Wasserstoff, Stickstoff oder Wasser in Regionen auf fremden Himmelskörpern aufzuspüren, die permanent im Dunkeln liegen. Diese Regionen sollen von krabbelnden, hüpfenden oder rollenden Robotern aufgespürt und kartiert werden, um die Ressourcen nutzen zu können.

Bei Erfolg gibt es eine Verlängerung

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

In der ersten Phase erhalten die Projekte jeweils 100.000 US-Dollar. Die Wissenschaftler haben dann neun Monate Zeit, um ihre Konzepte weiterzuentwickeln und Machbarkeitsstudien zu erstellen. Sollten diese erfolgreich sein, können sie sich in Phase zwei um eine Förderung in Höhe von 500.000 US-Dollar für zwei Jahre bewerben.

Ziel von Niac ist, "durch die Entwicklung bahnbrechender Technologien aus Science Fiction Science Fact zu machen", sagt die Nasa. Die jetzt ausgewählten Projekte verfolgen Ansätze für Raumfahrtmissionen.

Unbemanntes Gespann segelt in der Stratosphäre

Deren Ziele müssen aber nicht nur ferne Himmelskörper wie Europa, Mars oder ein Asteroid sein: Eines der Konzepte schlägt einen Doppeldrachen vor, der ohne Antrieb in der Stratosphäre segeln kann. Das System besteht aus zwei Gleitern, die in verschiedenen Höhen fliegen und durch ein Kabel verbunden sind. Der obere der beiden sorgt für Auftrieb und aerodynamischen Schub, der untere stabilisiert das Paar.

Ein solcher Gleiter könnte jahrelang in der Stratosphäre bleiben und von dort aus für einen Bruchteil der Kosten die Aufgaben von Satelliten erledigen wie etwa Erdbeobachtung oder Flugzeugnavigation.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Streaming
Squid Game soll Netflix 900 Millionen US-Dollar bringen

Die südkoreanische Serie Squid Game ist dabei, sich zu Netflix' größtem Erfolg zu entwickeln: Die Survival-Serie bricht mehrere Rekorde.

Streaming: Squid Game soll Netflix 900 Millionen US-Dollar bringen
Artikel
  1. Drucker: Ohne Tinte kein Scan - Klage gegen Canon
    Drucker
    Ohne Tinte kein Scan - Klage gegen Canon

    In den USA wurde eine Sammelklage gegen Canon eingereicht: Klagegrund ist, dass einige 3-in-1-Geräte nur scannen, wenn Tinte vorhanden ist.

  2. Videoschalte: VW-Chef spricht mit Elon Musk auf eigenem Managertreffen
    Videoschalte
    VW-Chef spricht mit Elon Musk auf eigenem Managertreffen

    Tesla-Chef Elon Musk hat auf Einladung von VW-Chef Herbert Diess an einem Treffen von Führungskräften teilgenommen und gab ihnen viele Tipps.

  3. Ökostrom: Tesla will in Deutschland Stromtarif anbieten
    Ökostrom
    Tesla will in Deutschland Stromtarif anbieten

    Tesla will einem Bericht zufolge einen eigenen Ökostrom-Tarif in Deutschland anbieten - allerdings nur den eigenen Kunden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 37% Rabatt auf Corsair-Produkte • Mehrwertsteuer-Aktion bei MediaMarkt • Crucial BX500 1 TB 69€ • Aerocool Aero One White 41,98€ • Creative Sound BlasterX G5 89,99€ • Alternate (u. a. AKRacing Core SX 248,99€) • Gamesplanet Anniv. Sale Classic & Retro [Werbung]
    •  /