Nasa: Rückholmission für Marsproben gestrichen

Der jüngste Haushaltskompromiss des US-Parlaments(öffnet im neuen Fenster) sieht ein Ende der Finanzierung des Projekts Mars Sample Return vor, einer Mission, mit der die vom Perseverance-Rover eingesammelten Gesteinsproben vom Mars zur Erde gebracht werden sollten. Die 110 Millionen US-Dollar, die für die Probenrückführung vorgesehen waren, sollen in andere Marsmissionen fließen.
Auf der Jahreskonferenz der europäischen Raumfahrtbehörde Esa zeigte sich deren Generaldirektor Josef Aschbacher noch optimistisch, dass die Mission stattfinden würde. Esa-Vertreter wiesen aber auch darauf hin, dass die weiteren Schritte der transatlantischen Kooperation für diese Mission von den Amerikanern abhängig seien.
Eigentlich sollten die Perseverance-Proben gegen Ende des Jahrzehnts von der Marsoberfläche abgeholt werden. Die Esa sollte dafür ein Raumfahrzeug für den Transport des Gesteins aus der Marsumlaufbahn zur Erde bereitstellen.
Kostenfaktor = Problemfaktor
Ursprünglich wurden für die Rückholung Kosten von 5,6 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Eine Untersuchungskommission ermittelte 2023 jedoch eine fast doppelt so hohe Summe.
Zudem hätte sich die Mission verspätet, von einem Start vor Mitte der 2030er Jahre war nicht mehr auszugehen. Zeitweise rechnete man mit einer Umsetzung des Vorhabens erst ab den 2040er Jahren.
2024 bat die Nasa schließlich um Vorschläge für einen weniger komplexen Missionsaufbau als den geplanten. 2025 standen zunächst zwei Optionen zur Debatte , im Sommer 2025 folgte ein weiterer Vorschlag . Mit einer Absage der Mission wurde zu diesem Zeitpunkt noch nicht gerechnet.
Einem weiteren Vorhaben des US-Präsidenten Donald Trump stimmten die Abgeordneten jedoch nicht zu. Demnach werden die Forschungsausgaben der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa nicht halbiert, sofern der Kompromiss angenommen wird. Davon könnetn einige der betroffenen Nasa-Vorhaben profitieren.
Doch der Plan einer amerikanischen Mission zur Rückführung des Marsgesteins ist vorerst vom Tisch. Damit werden die Chinesen wohl das Rennen um die erste Beschaffung von Gesteinsproben vom Mars gewinnen. Die Tianwen-3-Mission soll bereits 2028 starten .