Nasa: Rost am Mondprojekt Lunar Gateway
Die fertigen Wohnmodule der geplanten Mondraumstation weisen Korrosionsspuren auf(öffnet im neuen Fenster). Erst im März 2026 hatte die US-Raumfahrtbehörde Nasa die Pläne für das Lunar Gateway pausiert, um den Fokus der Artemis-Missionsarchitektur auf den Aufbau einer Basis auf der Mondoberfläche zu verlegen.
Einige der Artemis-Partner befanden sich mitten im Bau ihrer Module. Während einer Anhörung vor dem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses für Wissenschaft, Weltraum und Technologie nennt der Nasa-Administrator Jared Isaacman jetzt noch einen weiteren Grund für die Abkehr vom Lunar Gateway.
Die ursprüngliche Missionsarchitektur mit dem Lunar Gateway
Das Gateway war als orbitaler Knotenpunkt – eine Art Bushaltestelle im All – konzipiert. Es sollte als Umstiegsstation zwischen dem Orion-Raumschiff von der Erde und der Landefähre zum Mond dienen. Zudem hätte es als dringend benötigtes Kommunikationsrelais fungiert, um die Funklöcher zu schließen – die zuletzt bei Artemis II die Mission erschwerten. Auch die Dauer einzelner Artemis-Missionen könnte mit dem Gateway erweitert werden.
Die Gateway-Strategie würde sich vor allem langfristig auszahlen. Dennoch wird die Missionsarchitektur bereits seit Jahren kritisiert, wobei die enormen Kosten für den Aufbau und den Betrieb ebenfalls eine Rolle spielen. Jedoch gab es auch hier, wie im gesamten Artemis-Projekt, weitere Verschiebungen. Die ersten Mondastronauten seit der Apollo-Ära würden mit Artemis IV ohnehin ohne Gateway auskommen und direkt vom Orion-Raumschiff in die Landefähre und später wieder zurücksteigen.
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