Korrosion und weitere Verschiebungen
Wie sich Ende April bei der Anhörung von Isaacman zeigte, wäre es beim Gateway zu weiteren Missionsverschiebungen gekommen. Die beiden Wohn- und Hauptmodule weisen nämlich Korrosionsspuren auf.
"Die einzigen beiden bewohnbaren Module, die geliefert wurden, waren korrodiert", teilte Isaacman mit. "Das ist bedauerlich, denn dadurch hätte sich die Inbetriebnahme vom Gateway verzögert, wahrscheinlich bis über das Jahr 2030 hinaus."
Das Halo-Modul (Habitation and Logistics Outpost) wird vom US-Rüstungsunternehmen Northrop Grumman gebaut, während das I-Hab-Modul (International Habitation Module) aus Europa stammt. Sowohl der Rüstungskonzern als auch die europäische Raumfahrtbehörde Esa bestätigen den Vorfall.
Northrop Grumman wird nach eigenen Angaben die Reparaturen vermutlich bis zum Ende des dritten Quartals abschließen können. Zudem gibt sich das Unternehmen zuversichtlich, dass es Halo auch für den Einsatz auf der Mondoberfläche und außerhalb der Schwerelosigkeit umfunktionieren kann.
Problem liegt an europäischem Raumfahrtunternehmen
Die Wurzel des Problems liegt in Europa: Das Unternehmen Thales Alenia Space fertigte die Primärstrukturen beider Module. Während das US-Modul Halo bereits vor einem Jahr ausgeliefert(öffnet im neuen Fenster) wurde, befindet sich das europäische I-Hab noch im Bau.
Laut Esa ist eine Kombination aus fehlerhaften Schmiedeprozessen und mangelhafter Oberflächenbehandlung für die Korrosion verantwortlich. Das Problem wurde von der Esa als technisch beherrschbar eingestuft und stellte kein Hindernis für I-Hab dar – welches sich ohnehin in einem besseren Zustand befand als Halo.
Durch die Neuausrichtung der Artemis-Missionen ist unklar, inwieweit die Arbeiten am I-Hab fortgesetzt werden und was mit dem von Thales ursprünglich geplanten Kommunikations- und Betankungsmodul namens Esprit(öffnet im neuen Fenster) passieren wird.
- Anzeige Hier geht es zur Internationalen Raumstation ISS von Lego bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.