Nasa: Roboter Surrogate rollt ins Gefahrengebiet

Achtung, hier kommt Surrogate: Die Nasa hat einen Roboter vorgestellt, der in gefährlichen Situationen eingesetzt werden soll. Er ist schneller als sein Vorgänger - muss diesem aber dennoch den Vortritt bei einem Roboterwettstreit lassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Roboter Surrogate: rollt, kann aber keine Treppen steigen
Roboter Surrogate: rollt, kann aber keine Treppen steigen (Bild: JPL-Caltech)

In einer Gefahrenzone ein Ventil schließen oder einen Schalter umlegen, um eine Anlage abzuschalten - das sind gefährliche Aufgaben, die ein Mensch nicht gern erledigt. Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) hat einen Roboter entwickelt, der dafür geeignet ist.

  • Surge (rechts) mit seinem Vorgänger Robosimian (Foto: JPL-Caltech)
  • Der wichtigste Unterschied: Surge fährt auf Ketten, ... (Foto: JPL-Caltech)
  • ... während Robosimian auf allen Vieren läuft. (Foto: JPL-Caltech)
  • Größenvergleich: die beiden Roboter und ihre Entwickler (Foto: JPL-Caltech)
Surge (rechts) mit seinem Vorgänger Robosimian (Foto: JPL-Caltech)
Stellenmarkt
  1. First und Second Level Support IT - Bereich Service (m/w/d)
    GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld
  2. Senior Network Security Architect (m/w/d)
    Deichmann SE, Essen
Detailsuche

Surrogate, kurz Surge, ist am Jet Propulsion Laboratory (JPL) entwickelt worden. Er ist etwa 1,4 Meter groß und wiegt knapp 91 Kilogramm. Der Roboter hat einen stilisierten Torso mit mehreren Gelenken und zwei Armen. Sie enden in Händen mit je drei Fingern als Greifer. Ein Chassis mit zwei Ketten ermöglicht dem Roboter die Fortbewegung.

Roboter hat eine Stereokamera und ein Lidar

Der Roboter orientiert sich mit Hilfe von zwei Kameras am Kopf, die ihm räumliches Sehen ermöglichen. Außerdem hat er ein Lidar, das ebenfalls im Kopf untergebracht sitzt. Das Lasersystem erfasst die Umgebung des Roboters und erstellt davon eine Karte.

Der Roboter ist der Nachfolger des Robosimian, der nach dem Vorbild eines Menschenaffen gestaltet wurde - von simian, englisch für Affe. Da sich beide Roboter stark ähneln, musste die Software für Surge nur angepasst werden.

Roboter schließen Ventile

Golem Karrierewelt
  1. Certified Network Defender (CND): virtueller Fünf-Tage-Workshop
    06.-10.02.2023, Virtuell
  2. Blender Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    12.-14.12.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

"Surge und sein Vorgänger Robosimian sind als verlängerter Arm des Menschen konzipiert", sagt Brett Kennedy, Chefrobotiker am JPL: Sie sollen an gefährlichen Orten eingesetzt werden, wie etwa dem zerstörten Atomkraftwerk in Fukushima. Dort könnten sie beispielsweise Ventile schließen oder Schalter umlegen.

Der Unterschied zwischen Surge und Robosimian besteht in der Fortbewegung: Letzterer läuft auf allen Vieren. Surge sei besser darin, mit Gegenständen zu hantieren. Außerdem sei er auf normalem Untergrund schneller als Robosimian, sagt Kennedy. Große Objekte wie etwa Trümmerstücke, Treppen oder Leitern hingegen sind für ihn kaum zu überwinden.

Robosimian tritt in einem Wettbewerb an

Das JPL hat den Robosimian in den Roboterwettbewerb Robotics Challenge der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) geschickt. Dieser Roboter sei "eine Komplettlösung, und wir erwarten, dass die Komplettlösung in diesem Fall wettbewerbsfähiger ist", sagt Kennedy.

Zu den Aufgaben, die die Darpa für die Roboter ersonnen hat, gehört auch, eine Leiter hochzuklettern. Insofern ist Robosimian besser geeignet - und für die Finalrunde des Roboterwettbewerbs qualifiziert. Diese wird am 5. und 6. Juni 2015 in Pomona im US-Bundesstaat Kalifornien ausgetragen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Amazon Shopper Panel
Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs

Wer seinen gesamten Smartphone-Datenverkehr über Amazons Server leitet, wird mit einem monatlichen Gutschein dafür bezahlt.

Amazon Shopper Panel: Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs
Artikel
  1. Vodafone und Telekom: LTE-Ausbau in Berliner Bahntunneln dauert weitere Jahre
    Vodafone und Telekom
    LTE-Ausbau in Berliner Bahntunneln dauert weitere Jahre

    Laut Senatsverwaltung kam der Ausbau der Base-Transceiver-Station-Hotels nicht wie geplant voran. Nicht nur die Kunden von Vodafone und Telekom haben das Nachsehen.

  2. Northrop Grumman: B21 Raider als erster digitaler Bomber vorgestellt
    Northrop Grumman
    B21 Raider als erster digitaler Bomber vorgestellt

    Northrop Grumman hat mit dem B-21 Raider eine neuen Tarnkappenbomber vorgestellt. Dabei kamen agile Softwareentwicklung und digitales Engineering zum Einsatz.

  3. Soziale Netzwerke: Liken bei Hasspostings kann strafbar sein
    Soziale Netzwerke
    Liken bei Hasspostings kann strafbar sein

    Facebook-Nutzer, die nicht davor zurückschrecken, diskriminierende oder beleidigende oder Postings zu liken, sollten sich das gut überlegen. Denn das Drücken des Gefällt-mir-Buttons kann hier erhebliche rechtliche Folgen haben.
    Von Harald Büring

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Bundle vorbestellbar • SanDisk Extreme PRO 1TB 141,86€ • Amazon-Geräte bis -53% • Mindstar: Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 199€, AMD-Ryzen-CPUs zu Bestpreisen • Alternate: WD_BLACK P10 2TB 76,89€ • Advent-Tagesdeals bei MediaMarkt/Saturn • Thrustmaster Ferrari GTE Wheel 87,60€ [Werbung]
    •  /