Nasa: Raumsonde Lucy soll zu Jupiter-Trojanern fliegen

Erstmals sollen Asteroiden in der Umlaufbahn des Jupiters untersucht werden. Die Nasa schickt dafür ihre Raumsonde Lucy zum Gasriesen.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Illustration der Raumsonde Lucy beim Vorbeiflug an einem der trojanischen Asteroiden in der Nähe des Jupiters.
Illustration der Raumsonde Lucy beim Vorbeiflug an einem der trojanischen Asteroiden in der Nähe des Jupiters. (Bild: Southwest Research Institute)

Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa wird zum ersten Mal eine Raumsonde zu den Jupiter-Trojanern schicken - den Asteroiden des Gasriesen Jupiters, die ihm bei seiner Reise um die Sonne hinterher- oder vorauseilen. Lucy heißt die Sonde, die am 16. Oktober aufbrechen soll.

Stellenmarkt
  1. IT-Projektleiter (w/m/d) in der Logistik
    SSI SCHÄFER IT Solutions GmbH, Dortmund
  2. IT-Systemadministrator*in für Windows Server, SharePoint, SQL und RDS
    Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart
Detailsuche

Der Name steht ausnahmsweise nicht für eine Abkürzung. Er bezieht sich auf eines der ältesten Teilskelette eines unserer Vorfahren, den Hominiden Australopithecus afarensis. Das nach dem Beatles-Song Lucy in the Sky with Diamonds benannte Fossil ist 3,2 Millionen Jahre alt und galt bei seinem Fund 1974 als ältester menschlicher Vorfahr. Nicht nur das Teilskelett ist ein Fossil, sondern auch die Trojaner des Jupiters können als solche angesehen werden. Denn sie sind vermutlich ein Überbleibsel aus der Frühgeschichte unseres Sonnensystems und sollen mehr als vier Milliarden Jahre alt sein.

Lucy zu Besuch bei fremden Asteroiden

Die Mission, bei der die Raumsonde mindestens sechs Vorbeiflüge an acht Asteroiden einplant, ist auf zwölf Jahre angelegt. Den ersten soll Lucy am 20. April 2025 erreichen. Sie nähert sich dem vier Kilometer großen Asteroiden Donaldjohanson dabei auf 922 Kilometer. Er befindet sich im inneren Hauptgürtel und bewegt sich in einer Entfernung von circa 289,7 bis 423,4 Millionen Kilometern um die Sonne. Damit gehört er noch nicht zu den Jupiter-Trojanern. Denn Jupiter umkreist die Sonne in einem durchschnittlichen Abstand von ungefähr 779 Millionen Kilometern.

Anders als Eurybates mit einem Durchmesser von 64 Kilometern. Diesem soll sich Lucy am 12. August 2027 nähern. Dabei wird sie in 1.000 Kilometern an ihm und seinem einen Kilometer großen natürlichen Satelliten Queta vorbeifliegen. Einen Monat darauf soll sie den 21 Kilometer großen Asteroiden Polymele ansteuern, an dem sie mit einem Abstand von circa 415 Kilometern vorbeifliegen soll.

Golem Akademie
  1. Penetration Testing Fundamentals
    17.-18. Januar 2022, online
  2. CEH Certified Ethical Hacker v11
    8.-12. November 2021, online
  3. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
Weitere IT-Trainings

An dem 34 Kilometer großen Leucus-Asteroiden soll Lucy wieder in einem Abstand von 1.000 Kilometern vorbeifliegen. Dies soll am 18. April 2028 erfolgen. Ungefähr ein halbes Jahr darauf soll Lucy Opus passieren. Dieser Asteroid soll einen Durchmesser von 51 Kilometern haben. Den Doppelasteroiden Patroclus soll sie im März 2033 erreichen. Der größere, namengebende Asteroid Patroclus soll einen Durchmesser von 113 Kilometern haben. Menoetius soll mit 104 Kilometern Durchmesser nicht viel kleiner sein.

Start der Mission

Laut der Nasa soll keine Weltraummission zuvor so viele verschiedene Ziele in unabhängigen Umlaufbahnen um unsere Sonne angeflogen haben. Mit dieser Mission könne gezeigt werden, wie vielfältig die ursprünglichen Körper sind, aus denen Planeten entstehen können.

Die Mission soll am 16. Oktober von Cape Canaveral, Florida, aus starten. Das Launchfenster soll sich um 11.34 Uhr (MESZ) öffnen. Der Start mit einer Atlas-V-Trägerrakete soll live auf dem Youtube-Kanal der Nasa übertragen werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Streaming
Squid Game soll Netflix 900 Millionen US-Dollar bringen

Die südkoreanische Serie Squid Game ist dabei, sich zu Netflix' größtem Erfolg zu entwickeln: Die Survival-Serie bricht mehrere Rekorde.

Streaming: Squid Game soll Netflix 900 Millionen US-Dollar bringen
Artikel
  1. Drucker: Ohne Tinte kein Scan - Klage gegen Canon
    Drucker
    Ohne Tinte kein Scan - Klage gegen Canon

    In den USA wurde eine Sammelklage gegen Canon eingereicht: Klagegrund ist, dass einige 3-in-1-Geräte nur scannen, wenn Tinte vorhanden ist.

  2. Videoschalte: VW-Chef spricht mit Elon Musk auf eigenem Managertreffen
    Videoschalte
    VW-Chef spricht mit Elon Musk auf eigenem Managertreffen

    Tesla-Chef Elon Musk hat auf Einladung von VW-Chef Herbert Diess an einem Treffen von Führungskräften teilgenommen und gab ihnen viele Tipps.

  3. Ökostrom: Tesla will in Deutschland Stromtarif anbieten
    Ökostrom
    Tesla will in Deutschland Stromtarif anbieten

    Tesla will einem Bericht zufolge einen eigenen Ökostrom-Tarif in Deutschland anbieten - allerdings nur den eigenen Kunden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 37% Rabatt auf Corsair-Produkte • Mehrwertsteuer-Aktion bei MediaMarkt • Crucial BX500 1 TB 69€ • Aerocool Aero One White 41,98€ • Creative Sound BlasterX G5 89,99€ • Alternate (u. a. AKRacing Core SX 248,99€) • Gamesplanet Anniv. Sale Classic & Retro [Werbung]
    •  /