Nasa: Raumsonde Lucy ist kaum gestartet, schon gibt es Probleme

Erst am 16. Oktober ist Lucy zu acht Jupiter-Trojanern aufgebrochen. Am 19. Oktober verkündet die Nasa bereits Probleme mit den Sonnenkollektoren.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Eine künstlerische Darstellung der Raumsonde Lucy beim Vorbeiflug an dem trojanischen Asteroiden 617 Patroclus und seinem binären Begleiter Menoetius
Eine künstlerische Darstellung der Raumsonde Lucy beim Vorbeiflug an dem trojanischen Asteroiden 617 Patroclus und seinem binären Begleiter Menoetius (Bild: Adriana Gutierrez/Conceptual Image Lab/Nasa)

Die Raumsonde Lucy der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa ist am 16. Oktober 2021 in den Weltraum gestartet. Sie ist auf dem Weg zu Jupiter-Trojanern - Asteroiden, die dem Jupiter auf seiner Umlaufbahn um die Sonne vorher- oder hinterhereilen. Doch kurz nach dem Start gibt es bereits Probleme mit der Sonde. Beide riesigen Sonnenkollektoren wurden planmäßig geöffnet und ausgefahren. Einer davon sei aber nicht eingerastet.

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Die Entscheidungsträger bei der Behörde analysieren gerade die Daten, die von der Raumsonde übermittelt werden. Dementsprechend werden die nächsten Schritte überlegt. Zwar würden alle Systeme normal laufen, die Akkus würden auch mit Strom der Sonnenkollektoren versorgt und bisher kann Lucy ohne Gefahr weiter arbeiten. Das fehlende Einrasten des einen Kollektors könnte in Zukunft aber zu Problemen führen und die sind zu vermeiden.

In einer Mitteilung der Nasa vom 19. Oktober 2021 heißt es: "Dieses Solarfeld erzeugt im Vergleich zum vollständig entfalteten Flügel nahezu die erwartete Leistung. Diese Leistung reicht aus, um das Raumfahrzeug gesund und funktionsfähig zu halten."

Trotz Problemen: Die Reise geht weiter

Das aufgetretene Problem sei aber kein Grund, die Reise von Lucy zu verzögern. Die Sonde wurde gestern, am 19. Oktober, in den Reiseflugmodus versetzt. Die Triebwerke von Lucy wurden laut Nasa erfolgreich gezündet, damit man die Sonde mit der aktuellen Konfiguration schwenken kann. Als Nächstes sollten die Entsättigungsmanöver fortgefahren werden. Dabei handelt es sich um kleine Triebwerkszündungen, mit denen die Schwungkraft der Sonde gesteuert werden kann.

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Das zuständige Team führt weiterhin alle anderen geplanten Aktivitäten nach dem Start durch. Der Einsatz der Ausrichtungsplattform für die Instrumente wurde aber vorübergehend verschoben. Erst wollen die Missionsbeteiligten herausfinden, was mit dem Sonnenkollektor los ist. 30 Tage nach dem Start soll die nächste Missionsphase eingeleitet werden, bei der das Raumschiff für etwa sechs Monate auf einer ballistischen Reiseflugbahn sein wird, heißt es in einem technischen Missionsreport von August 2019.

Ihren ersten Vorbeiflug an der Erde soll die Sonde übrigens am 16. Oktober 2022 vollbringen. Den ersten Asteroiden soll Lucy im April 2025 erreichen. Insgesamt soll die Sonde an acht Asteroiden vorbeifliegen. Die Mission ist zunächst auf zwölf Jahre angelegt.

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