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Nasa: Raumfahrt wird Open Source

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will den Source Code von vielen ihrer Projekte freigeben. Dazu richtet sie eine Website ein, die im Laufe der Woche freigeschaltet wird.
/ Werner Pluta
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Apollo-11-Landefähre: Source Code für die erste Mondlandung zum 40. Jahrestag freigegeben (Bild: Nasa)
Apollo-11-Landefähre: Source Code für die erste Mondlandung zum 40. Jahrestag freigegeben Bild: Nasa

Die National Aeronautics And Space Administration (Nasa) will den Programmcode von rund 1.000 Softwareprojekten freigeben. Die US-Raumfahrtbehörde wolle eine Website einrichten, auf der sie die Daten veröffentlichen werde, berichtet das US-Technologiemagazin Wired(öffnet im neuen Fenster) .

Die Website soll am Donnerstag dieser Woche ans Netz gehen. Zunächst soll dort nur eine Liste abrufbar sein. Die Nasa will aber laut Wired in den kommenden Wochen eine Datenbank einrichten, in der die Source Codes abgelegt werden.

Es werde sich um Software für Roboter, kryogenische Systeme oder Klimasimulatoren handeln. Nutzer können sich den Code kostenlos herunterladen. Allerdings werde nicht alle Software frei für jedermann abrufbar sein, etwa der Code für die Steuerungssysteme von Raketen. Mit der Veröffentlichung und der Freigabe will die Nasa Einzelpersonen und Unternehmen dazu ermuntern, die Projekte weiterzuentwickeln und als Grundlage für eigene Geschäftsideen zu nutzen.

Programmcode der Mondlandung

Die Nasa hat bereits in der Vergangenheit Source Code freigegeben. So veröffentlichte sie zum 40. Jahrestag der ersten Mondladung den Code des Rechners(öffnet im neuen Fenster) , der die Landefähre auf den Erdtrabanten brachte. Das Problem war aber, dass es keine zentrale Anlaufstelle dafür gab: Einige sind bei Github, andere bei Sourceforge zu finden. Wieder andere hat die Nasa auf eigenen Servern bereitgestellt. Das soll sich jetzt ändern.

Es gab durchaus auch schon kreative neue Nutzungen: Vor einigen Jahren modifizierte eine Gruppe von Meeresbiologen den Algorithmus, mit dem das Weltraumteleskop Hubble Sterne kartiert hat, um damit Walhaie zu identifizieren und zu verfolgen.


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