Nasa: Passagiere sollen mit Überschallgeschwindigkeit reisen

Leiser, sauberer und schneller sollen Verkehrsflugzeuge in Zukunft werden. Um Letzteres zu erreichen, will die US-Raumfahrtbehörde Nasa wieder Überschallflugzeuge als Passagierflugzeuge einsetzen.

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Überschalljet Concorde: das Problem mit dem Überschallknall überwinden
Überschalljet Concorde: das Problem mit dem Überschallknall überwinden (Bild: Adrian Dennis/AFP/Getty Images)

Das erste Flugzeug, das die Schallmauer durchbrach, das erste Flugzeug, das wie eine Rakete startete, das erste Flugzeug mit Schwenkflügeln: Die X-Flugzeuge der US-Behörde für Luft- und Raumfahrt Nasa sind etwas Besonderes. Jetzt will die Nasa eine neue Reihe der X-Flugzeuge auflegen - allerdings mit einem anderen Fokus.

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Die X-Flugzeuge - das X steht für experimentell - dienten zur Erprobung neuer Techniken oder Bauarten, meist allerdings im militärischen Bereich. Die neuen X-Flugzeuge sind hingegen für die zivile Luftfahrt gedacht: Die Nasa will Flugzeuge entwickeln, die nur noch halb so viel Treibstoff benötigen wie heutige. Dabei soll der Ausstoß an Schadstoffen um 75 Prozent verringert werden, unter anderem durch den Einsatz von erneuerbaren Energien. Außerdem will die Nasa den Fluglärm reduzieren. Das geht aus dem Finanzplan der Nasa für das Geschäftsjahr 2017 hervor.

Die neuen Überschallflugzeuge ...

Eher im Sinne der X-Flugzeuge ist aber ein anderer Plan: Die Nasa will wieder Überschallflieger für den Passagierverkehr. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Vermeidung des Überschallknalls. Seinetwegen verbot die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration Anfang der 1970er Jahre Überschallflüge über den USA. Deshalb durfte die Concorde nur auf der Transatlantik-Route fliegen.

Die Nasa will jetzt Techniken entwickeln, um den Überschallknall zu reduzieren und leise Überschallflieger bauen. Dazu laufen bereits Tests: Im vergangenen Sommer hat sie Kampfjets der US-Luftwaffe beim Durchbrechen der Schallmauer fotografiert, wobei bemerkenswerte Aufnahmen entstanden.

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Ziel des Projekts sei, "das Problem mit dem Überschallknall zu überwinden und dadurch die Entwicklung einer neuen Generation ziviler Überschallflugzeuge zu ermöglichen", erklärt die Nasa. Ein vorläufiges Design für einen solchen Low Boom Flight Demonstrator (LBFD) soll in diesem Jahr fertig sein. Der Bau des LBFD ist für die nächsten Jahre geplant. Neben der Nasa arbeiten auch diverse Flugzeughersteller an zivilen Überschallflugzeugen.

Das erste X-Flugzeug war Bell X-1, mit der Charles Yeager am 14. Oktober 1947 erstmals die Schallmauer durchbrach. Die Bell X-5 war 1951 das erste Schwenkflügelflugzeug, das in der Luft die Flügelpfeilung verändern konnte. X-Flugzeuge flogen aber auch in den Weltraum, wie etwa die unbemannte X-37B von Boeing, die monatelang um die Erde gekreist ist.

Eines der letzten X-Flugzeuge war X-51A Waverider, ein unbemanntes Fluggerät, mit dem die Nasa ein Scramjet-Triebwerk und den Hyperschallflug getestet hat.

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