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Nasa & Mond: Artemis II vor Generalprobe

Die Mission Artemis II könnte Anfang Februar 2026 zum Mond aufbrechen. Jedoch steht noch ein besonders wichtiger Test bevor.
/ Patrick Klapetz
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Die Megamondrakete SLS für den Start der Mondmission Artemis II (Bild: Nasa, Joel Kowsky)
Die Megamondrakete SLS für den Start der Mondmission Artemis II Bild: Nasa, Joel Kowsky

Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa bereitet sich auf den ersten astronautischen Flug zum Mond seit der Apollo-Ära vor. Bis zum eigentlichen Start der Mondmission Artemis II(öffnet im neuen Fenster) müssen noch einige Tests durchgeführt werden.

Einer davon war der Rollout, bei dem die Mondrakete SLS (Space Launch System) am 17. Januar 2026 zum Launch Pad 39B am Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida, USA) gefahren wurde. Die nächste große Hürde wird die Generalprobe unter realistischen Bedingungen (Wet Dress Rehearsal(öffnet im neuen Fenster)) sein.

Wet Dress Rehearsal: Betankung und Testlauf für den Countdown

Die Nasa bezeichnet die Probe als "nasse" Generalprobe, da das Missionsteam eine Probebetankung der SLS-Rakete mit tatsächlichem Treibstoff durchführen wird, anstatt nur die Abläufe durchzuspielen. Die Besatzung von Artemis II wird sich dabei nicht an Bord des Orion-Raumschiffs an der Raketenspitze befinden.

Beim Wet Dress Rehearsal wird die Mondrakete mit 700.000 Gallonen (etwa 2,649 Millionen Litern) ultrakaltem flüssigem Sauerstoff und flüssigem Wasserstoff als Treibstoff betankt. Der Countdown wird bis 29 Sekunden vor dem Start durchgeführt. Neben der Betankung wird das sichere Ablassen des Treibstoffs aus der Rakete geprobt.

Entscheidend für den Starttermin

Der Verlauf dieses Tests wird den Zeitplan für den Flug bestimmen und darüber entscheiden, ob die Startmöglichkeiten im Februar bestehen bleiben. Das früheste Startfenster von Artemis II ist für den 6. Februar 2026 vorgesehen – alle weiteren Termine haben wir in einem anderen Artikel zusammengefasst.

Wenn es zu Schwierigkeiten oder technischen Problemen kommen sollte, können die Ingenieure die SLS-Rakete und das Orion-Raumschiff, das von seiner Besatzung Integrity (Integrität) getauft wurde, für weitere Arbeiten in die Montagehalle zurückholen, das Vehicle Assembly Building. Das war vor dem Start von Artemis I der Fall, als sich die Mission verzögerte und erst mehrere Versuche durchgeführt werden mussten, um die Betankung abzuschließen.

Vorbereitung und eigentliche Generalprobe

Die Wartung der beiden SLS-Feststoffraketenbooster soll am 24./25. Januar beginnen(öffnet im neuen Fenster). Dazu wird Hydrazin genutzt, eine brennbare und hochgiftige Flüssigkeit, die als Treibstoff für die Steuerungssysteme der SLS-Booster verwendet wird.

Außerdem werden die letzten Gegenstände ins Orion-Raumschiff geladen. Hierzu gehören Tablets für die Besatzung, medizinische Ausrüstung und mehrere wissenschaftliche Nutzlasten. Die eigentliche Generalprobe soll frühestens am 2. Februar 2026 beginnen.

Nach Abschluss der Generalprobe wird die Leistung der Rakete, des Orion-Raumschiffs und der Bodensysteme analysiert. Nur wenn die Daten einwandfrei sind, wird die Missionsleitung einen konkreten Starttermin festlegen.

Artemis II: Was kann noch schiefgehen?

"Der Starttag wird dem Wet Dress ziemlich ähnlich sein", teilte Artemis-Startdirektorin Charlie Blackwell-Thompson auf einer Pressekonferenz am 16. Januar(öffnet im neuen Fenster) mit. "Es wird zwei große Unterschiede geben: dass wir die Besatzung zur Startrampe schicken, und dass wir nicht nach 29 Sekunden aufhören werden."

Bei schlechten Wetterbedingungen, wie möglichen Sturmfronten auf der Fluglinie, wird die Mission aus Sicherheitsgründen mit hoher Wahrscheinlichkeit abgesagt. Auch das Weltraumwetter spielt dabei eine Rolle. Wenn etwa ein Sonnensturm während eines Startfensters auf die Erde zurast, könnte es ebenfalls zu einer Verschiebung der Mission kommen.

Dann gibt es noch den Faktor Mensch: Die Besatzungsmitglieder könnten krank werden oder sich verletzen, wie es kürzlich auf der Internationalen Raumstation ISS der Fall war. Jedoch gibt es eine Ersatzcrew, die im Notfall einspringen könnte - solange dieser nicht ebenfalls etwas zustößt.


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