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Nasa: Monatliche Mondmissionen für den Aufbau der US-Mondbasis

Um eine Basis auf dem Mond zu errichten, plant die Nasa ab 2027 monatliche robotische Missionen.
/ Patrick Klapetz
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Die Nasa will ihr kommerzielles Nutzlastprogramm für den Mond weiter ausbauen. (Bild: Nasa)
Die Nasa will ihr kommerzielles Nutzlastprogramm für den Mond weiter ausbauen. Bild: Nasa

Nachdem US-Präsident Donald Trump Ende vergangenen Jahres den Bau einer Mondbasis angeordnet hatte, hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa im Frühjahr dieses Jahres die Missionsarchitektur des lunaren Artemis-Programms angepasst. Sie strebt nun jährliche, teils astronautische Missionen zum Mond an. Hinzu sollen ab 2027 monatliche robotische Mondmissionen kommen.

"Wenn Sie eine Mondbasis bauen und dorthin gehen, um zu bleiben, werden Sie viele Missionen zum und vom Mond brauchen", teilte der neue Nasa-Administrator Jared Isaacman Spaceflight Now(öffnet im neuen Fenster) mit.

Ausbau des kommerziellen Mondprogramms der Nasa

Um die neu vorgeschlagene US-Mondbasis aufzubauen, plant die Nasa zudem, ihr kommerzielles Nutzlastprogramm für den Mond (CLPS: Commercial Lunar Payload Services) weiter auszubauen. "Ich möchte Lander auf dem Mond am Südpol auf einer monatlichen Kadenz ab Anfang 2027", teilte der Nasa-Administrator mit. Beim Nachrichtensender CBS(öffnet im neuen Fenster) erwähnte er auch unbemannte Roboterfahrzeuge.

Um die notwendige Infrastruktur für eine US-Mondbasis bereitzustellen, müssen Navigations- und Kommunikationsnetzwerke sowie Stromerzeugungsanlagen – einschließlich Kernkraft und zur Treibstoffproduktion – auf dem Mond errichtet werden.

Isaacman über Mond und Mars

Jedoch ist die Landung auf dem Mond keine leichte Aufgabe. Viele kommerzielle Unternehmen sind daran bisher gescheitert. Außerdem wurden im Zuge des CLPS-Programms bis jetzt nur vier Missionen durchgeführt.

Die Vorschläge enthalten zudem kaum Details. "Das Ziel von Administrator Isaacman sind 30 Landungen in drei Jahren", teilte Nicky Fox mit(öffnet im neuen Fenster), die stellvertretende Nasa-Direktorin für Wissenschaftsmissionen. Es ist jedoch unklar, ob Unternehmen in der Lage sind, Landegeräte monatlich zu fliegen. Denn die derzeit vom CLPS-Programm ausgewählten Firmen sind nur auf eine jährliche Startrate ausgelegt.

Mondbasis und das Rennen gegen die Zeit

Die Mondbasis soll eine langfristige, nachhaltige Präsenz von Astronauten auf der Mondoberfläche gewährleisten. Für die USA ist dies ein Rennen gegen die Zeit, denn sie wollen vor den Chinesen den Bau einer eigenen Basis abschließen. China plant derzeit, die Internationale Mondforschungsstation ILRS zwischen 2030 und 2035 zu errichten.

Die USA wollen mit der Entwicklung der ersten Basisausrüstungen(öffnet im neuen Fenster) 2029 beginnen und eine permanente und semi-permanente bemannte Präsenz auf dem Mond ab 2032 etablieren.

Isaacman über Mond und Mars

In einem Gespräch zwischen Isaacman und Trump fragte der US-Präsident auch nach einem Startfenster für den Mars für das Jahr 2028. Das teilte Isaacman in einem Interview mit Science(öffnet im neuen Fenster) mit.

Im Gespräch ging es demnach um einen Kommunikationsorbiter, den Rosalind-Franklin-Rover der Europäischen Weltraumorganisation Esa und eben um eine mögliche dritte Marsmission. Jedoch nannte Isaacman im Interview keine weiteren Details.

Doch klar ist: Der Mond ist das Sprungbrett zum Mars, und hier sieht die USA in China einen ernst zu nehmenden Konkurrenten.


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