Nasa: Mögliche Etatkürzungen gefährden Mars-Erforschung
Aus den ehrgeizigen Mars-Plänen von US-Präsident Barack Obama wird möglicherweise nichts: Die US-Regierung will den Etat der Nasa für die Planetologie empfindlich kürzen. 2013 stünden der US-Weltraumbehörde voraussichtlich 20 Prozent weniger Geld als dieses Jahr zur Verfügung, berichtet die Washington Post(öffnet im neuen Fenster) .
Kürzungen bis 2017
Am Montag will die US-Regierung den Haushalt für diesen Bereich der Raumfahrtbehörde bekanntgeben. Danach erhalte die Nasa im kommenden Jahr 1,2 Milliarden US-Dollar. 2012 sind es 1,5 Milliarden US-Dollar. Weitere Einschnitte seien bis 2017 geplant, sagten Wissenschaftler, die vorab über die Haushaltspläne informiert wurden, der Tageszeitung.
Betroffen ist das Programm zur Erforschung unseres Sonnensystems, vor allem von Jupiter und Mars. So müsste beispielsweise die aktuelle Mars-Mission eingeschränkt werden – derzeit ist der Rover Curiosity auf dem Weg zum Nachbarplaneten .
Aus für Exo Mars?
Die Etatkürzung würde voraussichtlich auch das Aus für die Mars-Kooperation mit der Europäischen Raumfahrtagentur (Esa) bedeuten – Nasa und Esa planen im Rahmen des Programms Exo Mars(öffnet im neuen Fenster) zwei Mars-Missionen in den Jahren 2016 und 2018. Letztlich könnte das sogar Obamas Plan gefährden, Mitte der 30er Jahre ein bemanntes Raumschiff zum Mars zu schicken.
Widerstand gegen die Pläne der Regierung hat John Abney Culberson, republikanischer Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus aus Texas, angekündigt. Eine Budgetkürzung bei der Nasa werde der zuständige Ausschuss im Repräsentantenhaus nicht akzeptieren. "Man kürzt nicht die Ausgaben für wichtige Forschungsvorhaben, die großen Nutzen für die Nation haben und unser aller Sinn für Entdeckungen beflügeln" , erklärte Culberson.
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