Nasa: Mit drei Lasern und einem Helikopter zum Mars

Die Landestelle des Mars 2020 Rovers wurde bekanntgegeben. Im Jezero-Krater soll er ein altes Flussdelta untersuchen und Proben für eine spätere Mission sammeln. Allerdings überschreitet die Sparversion vom Mars-Rover Curiosity ihr geplantes Budget bei weitem.

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Mars 2020 entspricht weitgehend dem Marsrover Curisity.
Mars 2020 entspricht weitgehend dem Marsrover Curisity. (Bild: Wikimedia/Nasa)

Zwei Jahre vor dem Start der Mission Mars 2020 hat die Nasa die Landestelle des Rovers bekanntgegeben. Dabei entschied sich die Nasa gegen eine Rückkehr zum Gusev-Krater, in dem bereits der Marsrover Spirit landete. Stattdessen soll der Rover auf einer 3,6 Milliarden Jahre alten Gesteinsformation in Isidis Planitia landen. Sie befindet sich am nordöstlichen Ende von Syrtis Major, einer großen dunklen Fläche auf dem Mars, die schon mit einfachen Teleskopen gesehen werden kann.

Inhalt:
  1. Nasa: Mit drei Lasern und einem Helikopter zum Mars
  2. Mars 2020 sollte billiger als Curiosity sein

Knapp außerhalb der dunklen Fläche identifizierten Forscher zwei interessante Gegenden. Eine wurde schlicht Nordost Syrtis genannt. Dort finden sich Gesteine wie Olivine, die von Wasser zu Serpentinit zersetzt wurden, und Karbonate, die klare Zeichen von geologischen Veränderungen durch Wasser sind. Ganz abgesehen davon hat in der gleichen Gegend der tiefe Graben Nili Fossae große Teile alten Gesteins freigelegt.

Die Nasa machte keinen Kompromiss bei der Landestelle

Die zweite Option war der nur etwa 40 Kilometer entfernte Jezero-Krater, den die Nasa letztlich wählte. In der geologischen Vergangenheit des Mars war diese Gegend einmal ein See, in den mehrere Flüsse und Bäche aus westlicher Richtung flossen und dabei Sand und andere Sedimente mitbrachten. Diese Gegend besteht aus einer großen Vielfalt von Mineralien, darunter auch die auf dem Mars seltenen Karbonate. In dem Krater sollten sich nun Spuren all dieser Gesteine finden lassen. Zusätzlich legte der Einschlag, der den 50 Kilometer großen Krater entstehen ließ, auch große Teile von Gestein frei, das vormals tief unter der Oberfläche lag.

Wie schwer die Entscheidung zwischen den beiden Landeorten fiel, zeigt ein Kompromissvorschlag namens Midway. Da der Rover zumindest eine Strecke von etwa 20 Kilometern zurücklegen können soll, wäre eine Landung zwischen beiden Stellen möglich gewesen, zumal ohnehin eine Unsicherheit von etwa 10 Kilometern bei der genauen Landestelle besteht. Möglicherweise wird der Rover Midway dennoch besuchen. Darüber wird aber erst nach Abschluss der Mission im Jezero-Krater beraten, zumal unklar ist, ob der Rover überhaupt aus dem Krater herausfahren kann.

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Im Vergleich zu früheren Missionen besteht die Landestelle aus wesentlich anspruchsvollerem Terrain. Es gibt Klippen, Berge und Gesteinsblöcke, was die Gegend für geologische Untersuchungen erst interessant macht. Der Rover bringt sogar einen experimentellen Hubschrauber mit, der Formationen in größerer Höhe aus der Nähe filmen könnte.

Bei der Landung des Rovers ist gerade solches interessantes Terrain besonders gefährlich. Deswegen wird beim Landeanflug sogenannte "terrain relative navigation" benutzt. Der Lander soll damit diese gefährlichen Stellen durch Bildauswertung selbstständig erkennen und umfliegen können, bevor sie der Rover dann aus eigener Kraft ansteuert.

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