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Nasa: Mars-Hubschrauber fotografiert abgestürzte Landekomponenten

Erstmals gibt es detaillierte Bilder von Komponenten, die dem Mars-Rover Perseverance bei der Landung geholfen haben.

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Die Absturzstelle des Fallschirms und des Hüllenteils von Perseverance (Bild: NASA/JPL-Caltech)

Der Mars-Helikopter Ingenuity hat zahlreiche Bilder von der Stelle gemacht, an der der Landefallschirm des Perseverance-Rovers abgestürzt war. Wie die Nasa berichtet, ist auf den Bildern der Absturzstelle auch das trichterförmige Teil der Außenhülle zu sehen, das den Marsrover bei der Landung geschützt hat.

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Wie auf den Bildern zu erkennen ist, sind sowohl das Außenhüllenteil als auch der Fallschirm gut erhalten. Sie liegen in einigen Metern voneinander entfernt, umgeben von Trümmerstücken der Landung. Zwischen dem Trichter und dem Fallschirm sind die Verbindungsschnüre zu erahnen. Der Trichter ist der Nasa zufolge mit einer Geschwindigkeit von 126 km/h aufgeschlagen, was das Trümmerfeld erklärt.

Perseverance ist am 18. Februar 2021 auf dem Mars gelandet. Die Bilder wurden am 19. April 2022 während Ingenuitys 26. Flug gemacht. Der Mars-Hubschrauber ist am 6. März 2021 erstmals gestartet und hat in 33 Minuten eine Strecke von 6,5 Metern zurückgelegt.

Aussagekräftige Bilder mit vielen Details

Die Absturzstelle der Landehilfen wurde zuvor bereits vom Perseverance-Rover fotografiert, allerdings aus größerer Entfernung und vom Boden aus. Die jetzt mit Ingenuity gemachten Fotos sind der Nasa zufolge wesentlich aussagekräftiger, da sie aus der Luft aufgenommen wurden und mehr Details zeigen. Die Bilder sind aus einer Höhe von acht Metern aufgenommen worden.

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Die Absturzstelle, aus einer Höhe von acht Metern aufgenommen (NASA/JPL-Caltech) [1/3]

Die Absturzstelle, aus einer Höhe von acht Metern aufgenommen (NASA/JPL-Caltech) [2/3]

Die Absturzstelle, aus einer Höhe von acht Metern aufgenommen (NASA/JPL-Caltech) [3/3]

Die Nasa will die Bilder in den kommenden Wochen analysieren. Mit ihnen sollen Hinweise auf sichere Landeplätze auf dem Mars gefunden werden. Die Fotos können sowohl zeigen, dass die Nasa bei der Planung der Landung alles richtig gemacht hat, aber auch Verbesserungspotential aufzeigen, wie Ian Clark vom JPL der Nasa erklärt. Falls sich keine neuen Schlüsse aus den Bildern ziehen lassen sollten, findet Clark sie immer noch "phänomenal und inspirierend".

Video: Nasa Briefing nach der Marslandung [1:40:45]