Nasa: Lucy besucht ihren ersten Asteroiden

Insgesamt soll die Nasa-Raumsonde während ihrer zwölfjährigen Mission zehn Asteroiden erforschen.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Eine künstlerische Darstellung der Raumsonde Lucy beim Vorbeiflug an einem Asteroiden
Eine künstlerische Darstellung der Raumsonde Lucy beim Vorbeiflug an einem Asteroiden (Bild: NASA/SwRI)

Die Raumsonde Lucy wird am 1. November 2023 ihren ersten Vorbeiflug an einem Asteroiden durchführen. Bei diesem Manöver testet die US-Raumfahrtbehörde Nasa die Instrumente von Lucy. 

Der Asteroid heißt (152830) Dinkinesh und befindet sich im Inneren Asteroiden-Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter. Der Himmelskörper umkreist die Sonne in einer stark elliptischen Umlaufbahn. Sie erstreckt sich von 291.083.000 bis 364.531.000 Kilometern Entfernung. Für eine komplette Umrundung der Sonne benötigt der 700 m große Asteroid drei Jahre und 89,8 Tage. 

Erst am 6. Februar 2023 hatte der Asteroid seinen offiziellen Namen erhalten. Dinkinesh ist der äthiopische Name für das in dem ostafrikanischen Land gefundene Lucy-Fossil (Australopithecus afarensis), nach dem die Raumsonde benannt ist. Lucy war eine weibliche, aufrecht gehende Vorfahrin des heutigen Menschen, die vor 3,2 Millionen Jahren auf der Erde lebte.

Einer von zehn Asteroiden, die Lucy besuchen wird

Seit dem 3. September beobachtet Lucy den Asteroiden. Sie soll mit einer Entfernung von 430 km an Dinkinesh vorbeifliegen, ohne an ihm zu stoppen. Eine Umrundung oder ein Zwischenstopp würde den Zeitplan gefährden. Immerhin soll Lucy insgesamt zehn Asteroiden untersuchen.

Acht von ihnen sind Jupiter-Trojaner – eine noch nie erforschte Population kleiner Körper, die die Sonne in zwei Schwärmen umkreisen. Sie bewegen sich auf der Umlaufbahn des Jupiters. Einige folgen dem Planeten, andere fliegen vor dem Gasriesen her. Die ersten Jupiter-Trojaner soll Lucy im Sommer 2027 erreichen.

Während des Vorbeiflugs an Dinkinesh wird das Nasa-Team sein Terminal-Tracking-System testen. Mit ihm kann das Raumfahrzeug die Position des Asteroiden autonom bestimmen und ihn während der gesamten Begegnung im Sichtfeld der Instrumente behalten. Bis das Funksignal die Erde erreicht, werden 30 Minuten vergehen. Der Datendownlink wird sogar mehrere Tage dauern.

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