Nasa: Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht

Gefährlich war er nicht, aber ein Erfolg: Nasa-Wissenschaftler haben einen kleinen Asteroiden frühzeitig entdeckt und seine Bahn in Richtung Erde verfolgt. Sie konnten trotz geringer Datenmenge einen Korridor vorausberechnen, in dem er in die Erdatmosphäre eintrat.

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Kleiner Asteroid (Symbolbild): Die Modelle zur Vorhersage eines Einschlags sind angemessen.
Kleiner Asteroid (Symbolbild): Die Modelle zur Vorhersage eines Einschlags sind angemessen. (Bild: Nasa/JPL-CalTech)

Am vergangenen Samstag haben Forscher einen kleinen Asteroiden auf Kollisionskurs zur Erde entdeckt und seinen Einschlagort vorausberechnen können. Der Asteroid 2018 LA hatte einen Durchmesser von etwa zwei Metern - Objekte dieser Größe verglühen normalerweise in der Erdatmosphäre und richten keinen Schaden an. Dieser wurde vom Catalina-Teleskop in Arizona entdeckt, als er noch etwa so weit entfernt war wie die Mondumlaufbahn. Er erschien als Streifen auf Bildern, die von dem Teleskop aufgenommen wurden.

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Die Bilder wurden an das Minor Planet Center in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts weitergeleitet. Dort berechneten Mitarbeiter eine Bahn und einen möglichen Einschlagort, was aufgrund der wenigen verfügbaren Daten nur ungenau möglich war. Demnach sollte der Asteroid irgendwo zwischen dem südlichen Afrika, dem Indischen Ozean und Neuguinea auf die Erde treffen.

Die Berechnungen erwiesen sich als zutreffend: Der Himmelskörper trat um 18:44 Uhr über Botswana in die Erdatmosphäre ein und verglühte in einem Feuerball. Eine Warnung hatte das Planetary Defense Coordination Office der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) wegen der Größe von 2018 LA nicht ausgegeben.

Es kommt nicht oft vor, dass Himmelskörper, die auf die Erde zufliegen, frühzeitig entdeckt und verfolgt werden. "Der Asteroid 2018 LA war erst der dritte Asteroid, der auf einem Kollisionskurs entdeckt wurde", sagt Paul Chodas, Leiter des Center for Near-Earth Object Studies (CNEOS) am Jet Propulsion Laboratory der Nasa. "Es ist auch erst das zweite Mal, dass die hohe Wahrscheinlichkeit eines Aufpralls weit vor dem Ereignis selbst vorhergesagt wurde."

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Die frühzeitige Erkennung von Objekten ist wichtig, um im Ernstfall warnen zu können. Allerdings konzentriert sich das Planetary Defense Coordination Office normalerweise auf größere Objekte als 2018 LA. "Das war ein viel kleineres Objekt als die, die wir erkennen und vor denen wir warnen", sagte Lindley Johnson, Planetary Defense Officer der Nasa. "Dieses reale Ereignis erlaubt es uns jedoch, unsere Fähigkeiten zu trainieren und gibt uns die Sicherheit, dass unsere Modelle zur Vorhersage eines Einschlags angemessen sind, um auf den möglichen Einschlag eines größeren Objekts zu reagieren."

Wie etwa Anfang 2013, als ein knapp 20 Meter großer Meteorit nahe der russischen Stadt Tscheljabinsk niederging. Bei seiner Explosion wurden etwa 7.000 Gebäude beschädigt und rund 1.500 Menschen verletzt. Etwa alle 100 Jahre trifft ein Objekt mit einem Durchmesser von etwa 100 Metern die Erde. Der letzte war Anfang des 20. Jahrhunderts der Meteorit in Tunguska in Sibirien. Würde ein solches Objekt aber über bewohntem Gebiet oder im Meer einschlagen, wäre der Schaden immens.

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