Nasa: Dunkle Nacht im Staubsturm auf dem Mars

Der solarbetriebene Marsrover Opportunity ist in einen schweren Staubsturm geraten. Über 14 Jahre nach der Landung auf dem Mars droht nun das Ende der Mission. Inzwischen ist der Kontakt zum Rover abgebrochen.

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Marsrover Opportunity untersucht seit 2004 den roten Planeten.
Marsrover Opportunity untersucht seit 2004 den roten Planeten. (Bild: Nasa)

90 Tage sollte der Marsrover Opportunity funktionieren und wissenschaftliche Daten zur Erde funken. Inzwischen ist die Landung am 25. Januar 2004 schon 5.251 Tage her und der Rover funktioniert noch immer. Aber jetzt ist die Mission ernsthaft bedroht. Dem solarbetriebenen Rover droht im schwersten Staubsturm seit Beginn der Mission der Strom auszugehen.

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Die Marsatmosphäre ist zwar dünn, aber Stürme sind dennoch in der Lage, so große Mengen Staub aufzuwirbeln, dass die Landschaft unter den Staubwolken verschwindet. Einige Stürme haben sogar globale Ausmaße und können den gesamten Planeten in Staub hüllen.

Die Zahl Tau misst in einer exponentiellen Skala, wie viel Licht von der Sonne trotz des Staubs noch auf der Oberfläche ankommt. Beim bisher schwersten Staubsturm im Jahr 2007 maß Opportunity ein Tau von 5,5: Es kamen noch rund 0,3 Prozent des Sonnenlichts auf der Oberfläche an. Der aktuelle Sturm erreicht Tau 10,8. Auf der Oberfläche ist es nun selbst am Tag nicht heller als in einer Vollmondnacht auf der Erde. Nur noch 0,002 Prozent des Sonnenlichts dringen durch den Staub.

Der Rover könnte einfrieren

Zur Zeit funktioniert der Rover noch und sendete zuletzt ein Bild zur Erde, das eigentlich die Sonne zeigen sollte. Wenn den Batterien der Strom ausgeht, bevor wieder genug Licht auf die Solarzellen fällt, könnten Teile des Rovers durch die Kälte auf dem Mars beschädigt werden oder der ganze Rover dauerhaft ausfallen. Ein weiteres Problem ist der Staub, der die Solarzellen bedeckt und auch Messinstrumente stören kann. Zwar kann der Wind den Staub auch wieder entfernen, aber genau das war 2007 nach dem Staubsturm nicht der Fall.

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Anders als bei der Kometenlandesonde Philae werden die Batterien in den Rovern durch Radionuklidheizungen über dem Gefrierpunkt gehalten, sodass sie mit ausreichend Strom jederzeit geladen werden können, ohne zuvor mit Strom aufgeheizt zu werden. Aber einige Bauteile sind auf elektrische Heizungen angewiesen, und es ist sehr fraglich, ob der Rover einen vollständigen Verlust der Batteriespannung überstehen kann. Der Kontakt zum baugleichen Rover Spirit ging im Jahr 2010 verloren, als ihm im Winter der Strom ausging.

Beim Marsrover Curiosity sind derartige Probleme nicht zu befürchten, seine Stromversorgung besteht aus einer Radionuklidbatterie, die für mehrere Jahrzehnte dauerhaft Strom liefern wird. Im Jahr 2021 soll ein weiterer Rover mit gleichem Aufbau auf dem Mars landen.

Nachtrag vom 13. Juni 2018, 13:49 Uhr

Der Versuch einer erneuten Kontaktaufnahme mit dem Rover scheiterte. Die Techniker der Nasa vermuten, dass die Batteriespannung unter 24 Volt gesunken und der Rover in einen Notfallmodus übergegangen ist. Dabei wird kein Strom mehr verbraucht und nur noch ein Timer für eine regelmäßige Messung der Spannung betrieben.

Eine erneute Kontaktaufnahme kann frühestens gelingen, wenn sich der Sturm gelegt hat und wieder Licht auf die Solarzellen fällt. Ob der Rover bis dahin noch funktioniert ist fraglich. Die Situation ist kritisch genug, dass die Nasa für heute 19:30 MESZ eine Pressekonferenz angekündigt hat, die auch per Livestream übertragen werden soll.

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Frank... 12. Jun 2018

Das wurde berücksichtigt, nachdem man bei der letzten Marsmission von 1996 ein Experiment...

Frank... 12. Jun 2018

Die Seite scheint derzeit ein Problem zu haben. Vielleicht überlastet. - Aber der Post...

Frank... 12. Jun 2018

Ja. Ich hatte erst einen Screenshot von jemand anderem gesehen, bin auf die Seite...



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