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Nasa-Ausschreibung: Mars soll eigenes Kommunikationsnetzwerk erhalten

In einer neuen Nasa-Ausschreibung fordert die Behörde die Industrie auf, sich an einem Hochleistungskommunikationsnetzwerk für den Mars zu beteiligen.
/ Patrick Klapetz
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Illustration des Mars Telecommunications Orbiters von Blue Origin (Bild: Blue Origin)
Illustration des Mars Telecommunications Orbiters von Blue Origin Bild: Blue Origin

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat eine Angebotsanfrage für ein geplantes Mars-Telekommunikationsnetzwerk herausgegeben(öffnet im neuen Fenster), mit dem ein großes Weltraumkommunikationssystem entstehen soll, das zukünftige Orbital- und Oberflächenoperationen am Roten Planeten unterstützen soll.

Das Projekt fordert die Auftragnehmer auf, den gesamten Zyklus von Design, Entwicklung, Integration, Start und kontinuierlichem Betrieb von Hochleistungs-Telekommunikationsorbitern auf dem Roten Planeten zu bewältigen. Die Orbiter werden die Verbindungen mit hoher Bandbreite für die Weiterleitung großer Datenmengen bereitstellen.

Was müssen Auftragnehmer erfüllen?

Ausgewählte Anbieter treffen mit der Nasa eine hybride Vereinbarung aus einem Festpreisvertrag und einer Komponente auf Zeit- und Materialbasis mit unbestimmter Liefermenge und unbestimmter Lieferzeit. Die Kernanforderung umfasst die Lieferung des Mars-Telekommunikationsnetzwerks sowie operative Leistungen, die Startdienste, die Integration, die Inbetriebnahme im Orbit und fünf Jahre Missionsbetrieb.

Der Vertrag sieht zudem Einzelaufträge für technische Analysen vor, um Entwürfe zu verfeinern, die Planung zu unterstützen und Machbarkeitsstudien durchzuführen. Die Hardware muss in den Einrichtungen des Auftragnehmers realisiert werden.

Einsatzbereit bis 2030

Das Mars-Telekommunikationsnetzwerk bildet ein zentrales Element des Scan-Programms (Space Communications and Navigation) der Nasa sowie der umfassenderen Kommunikationsarchitektur vom Mond zum Mars. Das System soll bis spätestens 2030 auf dem Mars einsatzbereit sein, um sowohl kurzfristige Roboter-Missionen als auch die spätere bemannte Erforschung des Roten Planeten zu unterstützen.

Es wird erwartet, dass das Netzwerk die Datenraten und die operative Flexibilität für Langzeitmissionen zum Mars erheblich verbessern wird. Blue Origin hatte bereits Anfang des Jahres angedeutet, dass sein Mars Telecommunications Orbiter(öffnet im neuen Fenster), der auf der Blue-Ring-Plattform basiert, serienreif sei. Bewerbungen sollen bis Mitte Juni eingereicht werden.


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