Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

America first: Nasa will an Mondplänen und dem Artemis-Programm festhalten

Während der Mondlandung von Firefly Aerospace hat sich die Nasa-Administratorin zum Festhalten an den Artemis-Mondplänen geäußert.
/ Patrick Klapetz
Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Collage mit den führenden Entscheidern des US-Weltraumprogramms: Isaacman, Musk, Trump und Petro (v.l.n.r.). (Bild: Nasa, Cory Hutson, Pixabay, Polaris, John Kras, PNGarts, golem.de)
Collage mit den führenden Entscheidern des US-Weltraumprogramms: Isaacman, Musk, Trump und Petro (v.l.n.r.). Bild: Nasa, Cory Hutson, Pixabay, Polaris, John Kras, PNGarts, golem.de

Kurz bevor die Mission Blue Ghost erfolgreich auf dem Mond gelandet ist, hat die derzeit und vorübergehend amtierende Administratorin der US-Raumfahrtbehörde Nasa, Janet Petro, über die US-Ambitionen auf dem Mond gesprochen(öffnet im neuen Fenster).

Dabei blieb unklar, ob die Vereinigten Staaten ihre Pläne beibehalten werden oder ob US-Präsident Donald Trump den Kurs zugunsten des Unternehmers Elon Musk Richtung Mars korrigiert.

"Hier zu sein und eine Landung auf dem Mond zu erleben, das ist sehr, sehr aufregend", sagte Petro während des Webcasts der Landung. "Ich glaube, dass diese Regierung Amerika wirklich an die erste Stelle setzen will, und ich glaube, dass wir Amerika an die erste Stelle setzen können, indem wir in allen Bereichen des Weltraums dominieren." Damit griff Petro die "America First"-Rhetorik Trumps und seiner Regierung auf.

Der Ausbau der US-Dominanz auf dem Mond

"Die Domäne des Weltraums, die wir erobern werden, ist seit heute Abend die Oberfläche des Mondes und die Umgebung des Mondes", fügte Petro hinzu.

Laut Petro ist das CLPS-Programm (Commercial Lunar Payloads Services) der Nasa, zu dem die Blue-Ghost-Mission von Firefly Aerospace gehört, für den Aufbau einer Mondwirtschaft für die USA von entscheidender Bedeutung: "Der Aufbau der lunaren Wirtschaft ist das, was uns auf und um den Mond herum dominieren lässt, also müssen wir es tun."

Damit folgt Petro der Meinung der wissenschaftlichen Fachwelt, die zuletzt empört war, weil die Nasa das fast fertige Viper-Programm beendete. Experten warfen den USA vor, den Chinesen den Mond zu überlassen. Der Grund für das Aus waren die enormen Kosten; die Industrie soll Viper nun auf die Mondoberfläche bringen.

Die chinesischen Raumfahrtbehörden planen den Ausbau einer langfristigen Mondpräsenz und wollen eine Basis auf dessen Oberfläche errichten. Die ersten chinesischen Astronauten sollen auf dem Trabanten landen, eine fliegende Raumstation soll bis 2050 verschiedene kleinere Stationen auf dem Mond verbinden.

Auch die indische Raumfahrtbehörde Isro veröffentlichte einen Plan für die Errichtung einer Mondbasis. Roskosmos kann sich ebenfalls vorstellen, eine Basis auf dem Mond zu errichten, hat es jedoch nicht so eilig.

Keine Änderung am Mondprogramm – vorerst

Die Nasa hat bisher keine Änderungen an den bisherigen Mondplänen vor. Das sagte Nicky Fox, stellvertretende Administratorin der Nasa-Missionsdirektion für Wissenschaft, bei einer Pressekonferenz(öffnet im neuen Fenster) nach der erfolgreichen Mondlandung: "Die Idee des CLPS-Programms ist es, eine nachhaltige Raumfahrtindustrie mit US-Unternehmen aufzubauen, und daran hat sich nichts geändert."

Ob es dabei bleibt, wird sich zeigen. Die neue Trump-Administration ist noch nicht lange im Amt. Während mehrerer Reden bekräftigte der US-Präsident, er wolle die US-Flagge auf dem Mars sehen. Petro ist auch nur die Übergangschefin der Nasa. 

Der US-Milliardär Jared Isaacman soll der nächste Administrator der US-Behörde werden. Die Übergangsadministratoren waren bisher zwischen 24 und 458 Tagen im Amt(öffnet im neuen Fenster), daher ist unklar, wann der neue Administrator seinen Dienst antritt – und ob es bis dahin nicht doch eine Veränderung der bisherigen Raumfahrtziele der Nasa gibt.


Relevante Themen